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Bequemer geht’s nimmer: Wer irgendwo auf dem Land lebt oder weit weg, kann sich beispielsweise die «Bayadère» des Bayerischen Staatsballetts anschauen, ohne deswegen den Fuß vor die Tür setzen zu müssen. Ein Livestream im Internet macht’s möglich, und zweimal pro Spielzeit hebt sich im Nationaltheater der Vorhang auch für jene, die irgendwo in der Welt vor einem Bildschirm sitzen, aber zur selben Zeit das Live-Erlebnis mit den körperlich anwesenden Zuschauern teilen möchten, und das auch noch umsonst.
«Das Münchner Modell unterscheidet sich da von anderen», meint Götz Schulz-Temmel, Vorstandsmitglied der Electronic Vision Company, kurz: Evisco genannt. «Während man für eine Live-Übertragung im Kino bezahlen muss, liefern wir das Kunst-Ereignis sozusagen frei Haus. Viele Menschen können sich einen Opern- oder Ballettbesuch aus räumlichen, familiären oder finanziellen Gründen nicht leisten, und an die wenden wir uns mit unserem Angebot, das allerdings nur eine Ergänzung sein kann. Denn Livestream, darüber sollte man sich immer im Klaren sein, ersetzt keinesfalls einen Ballettbesuch. Aber er kann nicht zuletzt eine Hinführung für all jene sein, die von sich aus nie ein Opernhaus ...
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Tanz August/September 2014
Rubrik: medien, Seite 84
von Hartmut Regitz
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ula sickle
Sie hat die Welt der Künste nicht ganz unvorbereitet betreten: Ula Sickle, die kanadische Tänzerin und Choreografin mit polnischen Wurzeln, die derzeit in Brüssel lebt. Geboren 1978, studierte sie in ihrer Heimatstadt Toronto Kunstgeschichte, hängte weitere Semester in Paris dran und absolvierte danach die volle vierjährige Ausbildung...
Im kommenden Studienjahr feiert P.A.R.T.S. sein 20-jähriges Jubiläum. Schon bald nach der Eröffnung wurde das Brüsseler Tanzzentrum in Europa und darüber hinaus zur maßgeblichen Ausbildungsstätte – nicht zuletzt, weil einige der renommiertesten Tanzpädagogen der Welt mit ihm verbunden waren. Seit Anne Teresa De Keersmaeker die Schule gemeinsam mit dem Théâtre Royal...
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polina semionova
Sie ist Primaballerina und Pädagogin, ist in der ganzen Welt zuhause. Folgerichtig kommt die Professorin nicht nur in einer Kostprobe aus «Cinderella» zum Tanz, 2004 choreografiert von ihrem Entdecker Vladimir Malakhov fürs Staatsballett Berlin. Carsten Fiebeler hat die einstige Babyballerina bei ihrer Arbeit auch in New York...
