Freie Szene Leipzig
Zuletzt gab‘s doch ein Happy End: Im Januar 2016 wurde das Leipziger Kulturleben vom Geist tieferer Einsicht erfasst, der zukunftsorientierte Pragmatismus siegte. Das äußerte sich in einem Stadtratsbeschluss, der eine über zehn Jahre währende, debattenreiche und zunehmend an Nerven und Kräften der Beteiligten zehrende Suche beendete.
Nicht nur gefunden, sondern allseits für gut befunden wurde der Ort, an dem ab 2018 endlich zwei prägende Institutionen der freien Tanzszene der Stadt, das Lofft (Leipziger Off-Theater) und das Leipziger Tanztheater (LTT), über Produktions- und Arbeitsbedingungen verfügen werden, die den (durchaus unterschiedlichen) Ansprüchen und Notwendigkeiten der beiden Akteure gerecht werden.
Was bis dato alles andere als selbstverständlich war, steckte doch gerade das Lofft, Leipzigs maßgebliche Instanz für Tanz und Performance, weit über regionale Grenzen hinaus in einem nicht nur latenten, sondern mitunter schon grotesk beengenden Provisorium fest. Nämlich mit einer zumal für Tanz nicht wirklich optimalen Bühne im selben Haus, in dem auch das städtische Theater der jungen Welt sein Domizil hat. Eine Zwangsallianz, die beide Beteiligten mit Galgenhumor und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Mai 2017
Rubrik: Serie: Freie Szene, Seite 58
von Steffen Georgi
Paris
Rencontres chorégraphiques
Reduktion, Verdichtung, absolute Konzentration: «40.000 centimetri quadrati», also vier Quadratmeter betanzt Claudia Catarzi. Das entspricht in etwa der Fläche eines King Size Bed. Oder einer Zelle in einem der Foltergefängnisse dieser Welt. Was passiert unter welchen Bedingungen mit dem Körper, der Bewegung, der eigenen...
Lemi Ponifasio, innerhalb einer Woche haben Sie zwei Uraufführungen auf der Agenda: Mit «Children of Gods» eröffnen Sie in Hamburg das Festival «Theater der Welt», in St. Pölten geht davor «Standing in Time» erstmals über die Bühne. Wie schaffen Sie das?
Für «Standing in Time» proben wir seit einem Jahr, die Vorbereitungen für «Children of Gods» haben schon vor zwei...
Schulaufführung: The Contemporaries
Im «Hier und Jetzt» ist die Staatliche Ballettschule Berlin mit Wayne McGregor und Marco Goecke inzwischen angelangt, da verspricht der Untertitel zu «Volume 2» von «The Contemporaries» nicht zu viel. Zwar hat der Meisterchoreograf aus England seine «FAR»-Exzerpte nicht selbst einstudiert, aber das Ballett scheint wie geschaffen...
