Fantasialand
Alle wissen es: Was Deutschland sich unter dem Stichwort «Digitalisierung» leistet, verdient ein Armutszeugnis. Nur vier Prozent aller staatlichen Dienstleistungen erfolgen derzeit vollständig digital, also ohne Papier auszudrucken oder Akten von Bundesland zu Bundesland zu schicken. Folge: Die Deutschen bleiben weiterhin Bittsteller vor dem Staat. Der spielt ein Schlusslicht in der EU. Ausgerechnet ihn mit der ungeheuren Frage zu konfrontieren, ob nicht auch der Tanz von den realen digitalen Entwicklungen profitieren dürfe, ist nicht unverschämt.
Denn dank der Bundesförderung während der Pandemie konnten Tänzer*innen am Handy zu Hause trainieren, Tanzvideos produzieren, ihre Website gestalten oder gemeinsam per Zoom weltweit in Choreografien mitwirken.
Fraglich zwar, ob Zoom & Co. tatsächlich innovative Techniken sind. Ganz sicher sind sie es nicht für die Theater, deren Licht- und Tontechnik ganz selbstverständlich digital funktioniert und deren Eintrittskarten als digital signierte Dokumente Einlass gewähren. Die Frage lautet eher: Darf die Kunst auch selbst digital sein? Trotz längst von Computern gesteuerten Bühnen gehen wir ins Theater, um hier leibhaftige Tanzende, Singende ...
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Tanz März 2024
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Arnd Wesemann
Impressum
tanz. Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
Herausgeber Der Theaterverlag – Friedrich Berlin GmbH
Redaktion Sofie Goblirsch, Falk Schreiber, Marc Staudacher, Dorion Weickmann (Leitung) Tel. +49-30-254495-20, Fax -12 redaktion@tanz-zeitschrift.de www.tanz-zeitschrift.de
Bildredaktion Marina Dafova, Sofie Goblirsch
Art direction Marina Dafova
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DISCO
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