Compagnie Nomades und ihr «Pierre et le loup»

Schweiz

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Ein Würfel hat sechs Seiten. Wenn auf jeder der sechs Flächen eines Quaders je ein Fragment von sechs verschiedenen Bildern zu sehen ist, dann gewähren erst sechs Würfel – in der richtigen Kombination und Seite an Seite – einen Blick auf je ein vollständiges Bild. Von diesem Spiel fasziniert, übersetzt die Compagnie Nomades für ihren «Peter und der Wolf» im Théâtre de Vevey die sonst nur einige Zentimeter großen Bausteine in drei mehrere Meter hohe, begeh- und bekletterbare Würfel auf der Bühne.

Die Würfel liegen zunächst unbeweglich nebeneinander, fügen sich nach und nach zu wirr gemalten Kulissen: das Haus von Peter und seinem Großvater, Garten und Gartenzaun, der nahe Wald und der Wolf. Bei genauem Hinsehen ist zu erkennen, dass man etwas zu tief in den Topf der vorgefertigten Computer-Ästhetik gegriffen hat. Das gilt besonders für die Kostüme: Peters rote Mütze mit Fransen soll eine über den Kopf gestülpte Erdbeere sein, die Hosen des Großvaters Baumstämme. Die Katze ist mit Boxerhandschuhen und Knieschonern ausgerüstet, und der Wolf in schwarzem Wolfspelz und mit rot blinkenden Augen humpelt auf federnden Stelzen daher.

Weil «Peter und der Wolf» kein abendfüllendes Werk ist, ...

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Tanz Dezember 2007
Rubrik: Der Kalender, Seite 48
von Anna Hohler

Vergriffen
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