Ein Brief aus Taipei
«I don't go out to fuse – I'm a multicultural product.» Wir sitzen vor dem Studio des Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan und schauen auf den Bambus, der hier ganz von alleine wächst. Es sind diese riesigen Stauden, die Lin Hwai-min zu seinem Pärt-Stück «Bamboo Dream» angeregt haben. Seine Inspirationsquellen sind nah und weit weg zugleich, in jedem Sinn: «Wir schauen ins Tal, in die Berge, wir reisen ...
» Die Fusion von Alt und Neu, Tradition und Zeitgenossenschaft, Ost und West ist ohnehin angesagt in diesem Land, das mit seinen 22,5 Millionen Menschen zum dichtest bevölkerten gehört: «Wir surfen im Internet und gehen ins Nacional Palace Museum.»
Das Palace Museum liegt am Rande Taipehs und wie das Studio von Cloud Gate am Fuß eines Bergs. Es hat eine bewegte Geschichte hinter sich, weil es den eigentlichen Kulturschatz Chinas birgt, die Sammlung der verschiedenen Dynastien der Könige, die im 2. Weltkrieg erst vor den Japanern versteckt werden musste, von Stadt zu Stadt gereist und nach der Machtübernahme der Maoisten nach Taiwan geschifft wurde, wo sie blieb: Das Palace Museum hat mit 700 000 Stücken weltweit die größte Sammlung chinesischer Artefakte. So kommt es, dass Taiwan ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Jenni Kivelä is one of the most popular figures on the contemporary choreography scene in Finland. Her works are smart and charming, funny and surprising. She is especially impressive when combining childish naivité with conceptual wit. In her new choreography “Ylva-Lii And Other Stories,“which was performed in the studio of Zodiak at the Cable Factory, she works...
Birgit Keil, die seit 1997 die Akademie des Tanzes (AdT) an der Mannheimer Musikhochschule leitet, sprüht vor Enthusiasmus. «Ich freue mich jeden Tag, dass ich hierher kommen darf». Die ehemalige Starsolistin des Stuttgarter Balletts tut alles, damit in der bereits 1762 als «Académie de Danse» gegründeten Schule eine Atmosphäre herrscht wie einst beim Stuttgarter...
Nackt, wie Gott sie schuf, präsentieren sich die 37 Protagonisten des 53-köpfigen Stuttgarter Balletts und paradiesisch obendrein. Völlig losgelöst, lassen sie kaum etwas von der schweißtreibenden Anstrengung ahnen. Für Sekunden sind die Tänzer und Tänzerinnen zwischen Himmel und Erde nichts als schön. Engeln gleich kostet Dieter Blum diese Momente einer...
