Ein Brief aus Georgien
Es sollte der auswärtigen deutschen Kulturarbeit nicht gelingen, neutral zu bleiben. Im Goethe-Institut in Tbilissi wurde eine Ausstellungseröffnung am 7. November jäh unterbrochen durch einen Demonstranten, der sich, verletzt durch ein Gummigeschoss, aus einer Kopfwunde blutend in den Eingang gerettet hatte. Während die Sondereinsatzkräfte des Innenministeriums die Demonstration der georgischen Opposition brutal auseinandertrieben, blieb die Zeit im wahrsten Sinne des Worts stehen, fühlten sich nicht nur georgische Beobachter an die Zeit vor der Unabhängigkeit des Landes erinnert.
Dreizehn Tage später ist es ruhig in der georgischen Hauptstadt. Dicht gedrängt sitzen Mütter auf den Gängen der Schule des Georgian State National Singing and Dancing Academic Ensemble mit dem klangvollen Namen «Erisioni», gelegen am Rustaweli-Prospekt, der Prachtstraße Tbilissis. Derweil ihre Kinder die Ballettsäle des in die Jahre gekommenen Palais bevölkern und auf eine schnelle Karriere bei dem international tourenden Ensemble hoffen.
Volkstanz, für westliche Augen effektvoll modernisiert mit eingängigen Showelementen, prägt den ersten Eindruck vom Tanz in Georgien. Kein Staatsempfang ohne ...
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Maja Durinoviç,
you are a dance historian and critic here in Zagreb. Could you describe what is happening with the dance centre that the Zagreb authorities promised to the dance community here? I was told that the city of Zagreb had bought an abandoned movie theatre in order to adapt it into a new dance centre. But construction work has been going on for more than...
Die Stadt ist der Inbegriff des Wandels. Sie verändert sich im Stundentakt. Ganze Straßenzüge erkennt man nicht wieder, wenn man das nächste Mal in dasselbe Viertel kommt. «Suddenly things are gone», sinniert es im Libretto von «Surrogate Cities». Die Oper von Heiner Goebbels durchdringt das Dickicht der Städte wie bei einer S-Bahnfahrt durch Stadtviertel und...
«It is when blood ignites like dynamite and when art is in the genes, the rhythm follows the heartbeat and you don't wipe the tears because you are not ashamed that you're crying! The margin between genuine admiration and false pathos is slender, for this form of Georgian dancing has become a national heritage and every contact with it requires great delicacy....
