édouard lock
Édouard Lock,
der 3-D-Film hilft bekanntlich, die kinästhetische Empathie zu steigern. Man identifiziert sich stärker, ist mehr «drin» im Geschehen. Kann man sich vorstellen, dass 3-D eine Zukunft auch auf der Tanzbühne hat? Meiner Ansicht nach sollte jede Kunst dem Betrachter genug Raum lassen, um das eigene Erleben, die eigene Perspektive, sein eigenes Denken auf das jeweilige Werk projizieren zu dürfen. 3-D gewährt da besonders wenig Spielraum.
3-D ist ein in sich geschlossener Technologie-Raum und bleibt damit sehr resistent gegenüber jeder Art von eigenständiger Betrachtung. Das kann aber auch eine Herausforderung sein, gerade für den Tanz. Denn 3-D stimuliert, und die mit der 3-D-Technik verbundenen Möglichkeiten sind auch deshalb so verlockend, weil sie sich noch in einem Frühstadium befinden. Der Tanz war schon immer eine Kunstform, die neue Experimentierfelder gesucht hat, um neue Erfahrungen zu machen.
Heißt das, es ist vorstellbar, dass es zu einer intensiveren Beziehung zwischen Tanz und 3-D kommen könnte? Theoretisch schon, weil beide, Film und Tanz, etwas mit Zeit und Rhythmus zu tun haben. Der Film richtet sich mittels Kameraeinstellungen und Schnitt-Technik an das ...
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Tanz August 2012
Rubrik: medien, Seite 92
von Philip Szporer
Die Leiterin der Kompanie Mayday braucht keine Notsignalraketen, sie hat schon genügend Feuer. Höchst provokativ legt Mélanie Demers, eine der wenigen Exponentinnen des kanadischen Tanztheaters, in «Junkyard/Paradise» Brandherde, die rabiat an allen möglichen Aspekten alltäglicher Gewalt zündeln: Beziehungen, Abwehrhaltungen, auch an der schützenden Ignoranz. Der...
screening_________
london: pawlowa total
Vor hundert Jahren ließ sich Ihre Majestät, die Königin der sterbenden Schwäne, Anna Pawlowa, im Londoner Ivy House nieder – für die englische Hauptstadt Grund genug, sie jetzt ein ganzes Jahr lang zu feiern. Im Ivy House, heute Sitz des Jüdischen Kulturzentrums der Metropole, gibt es eine Ausstellung zu sehen, im August...
Natürlich macht er heute keine Grand jetés mehr, aber deutlich bewegungsintensiver als eine Schreit- oder Sprechrolle ist der grantige Alte schon, zuletzt in Christian Spucks «Don Q.». Und Madsen, der bereits mit zehn Jahren beim Dänischen Kinderballett auftrat, hält mit dem halb so alten Eric Gauthier durchaus mit.
Der dänische Tänzer feiert am 24. August seinen...
