Edges of Ailey
Schlichtweg aufregend ist das, was man unter dem Titel «Edges of Ailey» im New Yorker Whitney Museum derzeit geboten bekommt: die erste umfassende Alvin-Ailey-Ausstellung – keine Retrospektive im klassischen Sinn, sondern eine riesige, reichhaltige Installation und Einladung, in den Ideenkosmos eines der einflussreichsten Tänzer und Choreografen des Modern Dance einzutauchen.
An einem normalen Wochentag im Oktober um die Mittagszeit: Einige Tage nach der Eröffnung ist die Ausstellung gut besucht.
Im fünften Stock des Museums befindet sich auf über 1500 Quadratmetern ausgebreitet das Herzstück der Schau. Im hinteren Bereich des Raums laufen in Dauerschleife Archiv-Videos auf einer großen Leinwand. Das Licht ist gedämpft. Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, zahlreiche Erinnerungsstücke, Fotos und vieles mehr sind hier zu sehen. Farblich grundiert wird die Ausstellung von sattem Scharlachrot – eine visuelle Referenz an die schweren Vorhangstoffe vieler Theater, in denen Aileys Tanzkreationen seit Jahrzehnten über die Bühne gehen. Genauso verweist die Kulisse auf Aileys Konzept der «blood memories», das seine Werke durchzieht. Gemeint sind damit laut Ailey: der Blues, die Spirituals und ...
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Tanz Dezember 2024
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Clémence Michallon
Eine Auswahl von Clips – Kategorien: Musikvideo, zeitgenössischer und klassischer Tanz – hatten wir kuratiert und per QR-Code zur Verfügung gestellt, damit sich jede*r was nach seinem Gusto aussuchen kann. Es war ein voller Erfolg! Meistgeklickt: «Éléments», inzwischen aus der Arte Mediathek verschwunden. Wir danken allen, die sich beteiligt haben, und...
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Ein vertrockneter Baum wird zum Dialogpartner für Kenji Shinohe, den 1990 geborenen japanisch-deutschen Choreografen. Beim Wuppertaler Festival «Fragile» schält er sich Anfang Oktober aus einer eingerollten Körperposition und erschließt sich das Foyer des Schauspielhauses mit einem fulminanten Solo: «Tree Tree». Sein Tanz verbindet...
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