Diskurs-Party

Aus dem Tanzkongress wird wieder ein Tänzerkongress. Wie schon 1927, als er erstmals stattfand. Meg Stuart, die in Berlin und Brüssel lebende Choreografin, lädt 500 Mitstreiter ins Festspielhaus Hellerau nach Dresden. Was dort passieren wird, verrät sie Arnd Wesemann

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Meg Stuart, eine Künstlerin wird Leiterin des «Tanzkongresses», zum ersten Mal seit der Neuauflage des großen Tänzertreffens durch die Kulturstiftung des Bundes im Jahr 2006. Wie kam es dazu?
Ich glaube, man wollte -einen Perspektivwechsel. Für mich ist dieser Kongress ein Treffen, bei dem all die Fragen, die wir als Tanzschaffende haben, auch wirklich auf den Tisch kommen können. Es ist ein bisschen wie Inszenieren. Man beginnt bei Fragen, und ich lade Leute dazu, die mit diesen Fragen umgehen möchten.

Fragen schaffen sofort einen Ort des Lernens, keinen hierarchischen zwischen Lehrer und Schüler. Fragen bilden einen Komplex, den man umkreist, um ihn begreifen zu können.

Welche Fragen sind das?
Vielleicht sind es dieselben wie damals, als der «Tanzkongress» noch ein Tänzerkongress war. 

1927 in Madgeburg, 1928 in Essen. Damals ging es vorwiegend um ökonomische Fragen …
Es ging vor allem darum, dass die Künstler ihre Stimme erhoben haben, nicht durch irgendwelche Mittler oder Vertreter, sondern ihre eigene Stimme. Es waren sehr leidenschaftliche Debatten. Darum habe ich nach Leuten gesucht, die viel Energie haben, die den zeitgenössischen Tanz nicht nur weiterbringen wollen, ...

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Tanz Juni 2019
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Arnd Wesemann

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