«The Great Tamer», Foto: Julian Mommert
Dimitris Papaioannou
Auf einen wie ihn haben die Festivals seit Langem gewartet. Dimitris Papaioannou steigt auf wie Phoenix. Nicht aus der Asche, aber aus Griechenland, dem vermeintlichen Niemandsland der zeitgenössischen Bühne. Dem Gründer des Edafos Dance Theatre und Inszenator der olympischen Zeremonien von Athen 2004 wird nicht umsonst die Ehre zuteil, im Mai 2018 ein neues Stück fürs Wuppertaler Tanztheater Pina Bausch zu erarbeiten. Er ist ein visueller Philosoph, der sich mit Grundfragen des Lebens, des Daseins und des Menschseins auseinandersetzt.
Und surreale Bilder skizziert, deren hohe Prägnanz unsere Sinne verwirrt. Auf diese Weise schafft Papaioannou in einem einzigen Stück so viele Aha-Erlebnisse wie andere Choreografen in einem Jahrzehnt. Er zerlegt die Dinge und die Körper, um sie wie ein Picasso neu zu komponieren. Er stellt sie auf den Kopf, weil das einfach ehrlicher ist. Der Illusionskünstler Papaioannou kann Arme, Beine und Rumpf separat von der Bühne hüpfen lassen oder eine Person kreieren, wenn mehrere Akteure jeweils Arm, Bein oder Rumpf beisteuern. Jeder wird zum Puppenspieler seines eigenen Teilkörpers und vollführt Bunraku am eigenen Leib. Mit «Still Life» erschien ...
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Tanz Oktober 2017
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Thomas Hahn
Auditions
Choreografin Alexandra Bachzetsis
sucht professionelle TänzerInnen im Alter von 20 bis 60 Jahren für ihr Performance-Projekt 2018 – 2020
Audition: 13., 14. November, Gessnerallee Zürich
Bewerbungen: claudia.toggweiler@alexandrabachzetsis.com
NDT 2 Auditions
organised by Nederlands Dans Theater Audition: January 21, 2018,
NDT dance studios, The Hague
For...
Ausstellung
Degas in London
William Burrell (1861 – 1958) machte als Reeder ein Vermögen und investierte es auch noch gewinnbringend: in bildende Kunst. So kam der Schotte zu einer der bedeutendsten Privatkollektionen, bestückt unter anderem mit einer Vielzahl an Gemälden und Zeichnungen von Edgar Degas. Davon wiederum gastiert nun ein beträchtlicher Teil in...
Da steht einer, ganz vorne am Bühnenrand. Von schräg hinten hüpft ein Zweiter heran. In Flummi-Manier oder gerade so wie ein mit Sprungfedern ausgestatteter Akrobat: Nie berühren seine Fersen den Boden, nur Ballen und Zehen touchieren die Erde. Keine Sekunde später hebt der Körper abermals ab. So katapultiert sich der Mann Meter um Meter vorwärts, bis auf...
