Die Tanzarbeiter

Ist der Künstler die Avantgarde einer künftigen Beschäftigungspolitik?

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Auch die Welt der Kunst hat lernen müssen, mit dem Druck ökonomischer Effizienz und den Kriterien der Profiterwirtschaftung zurechtzukommen. Der Künstler ist risikobereit wie ein Unternehmer oder Freiberufler. Eigentum, Profit und Entlohnung basieren auf der Eigeninitiative, mit der der Künstler als eigenständiger Schöpfer auftritt.

Zugleich rückt die ausgeprägte Flexibilität kurzer Arbeitsverträge und des Freelancing in dem Maß in den Mittelpunkt, wie es sich, was in der Kunst häufig zu beobachten ist, um kurzzeitige berufliche Einbindungen in Arbeitsteams handelt, die zum Zweck eines temporären Kulturprojekts gebildet und dann wieder aufgelöst werden.
Es gibt die Ideale von Einsatz, Eigenverantwortlichkeit, persönlicher Motivation, Anpassungsfähigkeit und Risikobereitschaft, die verbunden sind mit einer Evaluierung durch Außenstehende, also einem reputationsbasierten Karrieremanagement. Trotz allem wird Kunst nicht als eine Arbeit im eigentlichen Sinn verstanden. Steht das künstlerische Schaffen nicht eher für eine Welt der Freiheit, der Autonomie, der Transgression von Regeln? Nie wird man ganz den Verdacht los, dass die Kunst eher eine Art Spiel und weniger eine Arbeit ist.
In ...

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Tanz April 2006
Rubrik: Wissen in Bewegung, Seite 20
von Pierre-Michel Menger

Vergriffen
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