Die Tanz-Brücke
Gauthier Dance im Stuttgarter Theaterhaus, die Opernhäuser in Leipzig, Erfurt, Stuttgart, Berlin, die Theater in Eisenach und Saarbrücken, das Hamburger Kulturzentrum Kampnagel, das Frankfurter Künstler*innenhaus Mousonturm, das Münchner Gärtnerplatztheater und das Wiener Museumsquartier … Ganz unterschiedliche Schauplätze für Tanz und Ballett, ganz unterschiedliche Handschriften, ganz unterschiedliche Aufführungen. Allesamt spannend. Und alle konnte ich sie in den letzten Monaten besuchen.
So sehr die Freude über jeden einzelnen Abend anhält (und zahlreiche Tanzabende hätte ich unglaublich gern ein zweites oder drittes Mal gesehen), so wächst parallel auch eine Art Frustration über den eigenen Zeitmangel. Gibt es doch noch weitaus mehr Orte, Häuser, Anlässe, Inszenierungen. Sollte es nicht der Anspruch sein, (möglichst) ALLE wunderbaren Aufführungen in halbwegs erreichbarer Entfernung zu sehen? 30 Jahre tanz = 30 Aufführungen im Jahr? Mindestens?
Seit zweieinhalb Jahren habe ich das Privileg, in der Nachfolge des wunderbaren Michael Merschmeier (nochmals herzlichen Dank für das Vertrauen!) als Verleger des Berliner Theaterverlages zu wirken. Und seit zweieinhalb Jahren suche und ...
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Tanz Mai 2024
Rubrik: 30 Jahre tanz, Seite 49
von Torsten Kutschke
Zum Interview trägt er eine rote Baseballkappe, auf der dezent weiß die Buchstaben NYC leuchten. Bryan Arias ist ein echter New Yorker, vor allem aber ein angehender Fixstern am Firmament des zeitgenössischen Ballettschaffens. In Wien an der Volksoper hat er im Januar einen Job zu erledigen, der ihn begeistert: Unter der Regie von Lotte de Beer choreografiert er...
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