die lehrerin

gabriele reuter, tanzfabrik berlin

Tanz - Logo

Sie leiten die Workshops an der Tanzfabrik Berlin, auch die Sommer-Workshops. Sie öffnen dieses Programm seit einiger Zeit für Menschen mit Beeinträchtigungen. Ich habe meine Tanzausbildung in England absolviert und dort als Profitänzerin sehr bereichernde Erfahrungen mit inklusiven Workshops und Produktionen gemacht. Großbritannien ist da schon viel weiter als Deutschland: Es gibt viele Dozenten, Ausbildungsmöglichkeiten und Kompanien für Menschen mit Behinderungen, das gemeinsame Training von Tänzern mit den verschiedensten Körpern ist eine Selbstverständlichkeit.

In Deutschland passiert viel in der freien Szene, aber meistens im Amateurbereich. Für mich ist jedenfalls ganz klar, dass hier noch etwas fehlt: Menschen mit anderen Körpern haben andere Potenziale, die sich in der gemeinsamen Arbeit erfahren lassen, und das eröffnet neue Felder im zeitgenössischen Tanz.

Was erhofft sich die Tanzfabrik von ihrem inklusiven Angebot? Wir wollen mit der Öffnung der Workshops ein Signal setzen. Langfristig hoffen wir, dass sich uns vor allem die staatlichen Ausbildungsinstitutionen anschließen. Dafür muss Druck von unten kommen. Die Institutionen von oben zu öffnen, ist nicht so ...

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Tanz Juli 2015
Rubrik: praxis, Seite 74
von Elena Philipp

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