Der Lehrer: Julyen Hamilton
Julyen Hamilton, Sie sind Tänzer, Choreograf und Dichter und haben sich die spontanste Form unter den Künsten zum Beruf gemacht. Mit Ihrer Improvisations-Methode reisen Sie seit 40 Jahren um die Welt.
Tatsächlich ist es so, dass ich gar keine Methode entwickelt habe. Ich habe lediglich meine Interessen praktiziert und verfeinert, als Performer und Performance-Macher. Dadurch habe ich verschiedene Möglichkeiten gefunden, um meine Erkenntnisse und Erfahrungen mit anderen zu teilen.
Eines meiner Grundprinzipien ist es, während des Unterrichtens selbst mental und körperlich im Moment zu bleiben. Ich bestimme den Raum durch meine Präsenz und schaffe dadurch eine Atmosphäre. Das bedeutet, die Studenten werden sowohl von der Umgebung als auch durch meine gesamte Pädagogik unterrichtet.
Verwenden Sie im Unterricht ein bestimmtes mentales Setting?
Ja, und das beruht auf Veränderung. Denn was wir über den Moment wissen, ist, dass er sich verändert. Ziel der Arbeit ist es also, Veränderungen zu beobachten und an diesen teilzuhaben. Ich erwarte, dass man sowohl im Denken als auch im Körper beweglich ist. Ich trainiere mit den Studenten die Bereitschaft für spontane Richtungs-, ...
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Tanz Januar 2016
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Christine Matschke
«Der gemeinsame Nenner unserer Ausbildungen ist der Zeitgenössische Tanz – egal, ob wir für die Bühne oder die Vermittlung im tanzpädagogischen Bereich ausbilden», sagt Nikolaus Selimov, Leiter der Tanzabteilung an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK Wien), zur künstlerischen Ausrichtung seines Fachbereichs. «Das Wichtige ist die...
Ein Handzeichen von Oberschwester Rached genügt, und die Patienten fallen in Trance. Ein Blick – und ein Junge fliegt durch die Luft. Zischt sie ihm Laute entgegen, krümmt er sich wie unter Schlägen. Das Monster mit Engelsgesicht verkörpert das menschenverachtende System in der Anstalt. Samir Akika verleiht Rached (Lotte Rudhart) in seiner Adaption von «Einer flog...
Sandeep Bhagwati ist ein polykultureller Komponist, Dirigent, Regisseur und Musikwissenschaftler. Für Tänzer hat er auf den ersten Blick nicht viel übrig. «Anstatt zu üben, bis man es kann, kopieren sie lieber», erklärte er kürzlich im Anschluss an einen Vortrag an der Berliner Humboldt-Universität. In der Tat lässt sich Bewegung grundsätzlich leichter imitieren,...
