Der Lehrer
Ein Hip-Hop-Workshop an der türkisch-syrischen-Grenze mit Flüchtlingskindern, wie kommt man auf diese Idee?
Ich bin jetzt zum dritten Mal dort, im Auftrag des Goethe-Instituts, das in der Grenzregion zusammen mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit die Kinder zum Malen, Zeichnen, Jonglieren und eben auch zum Tanz animiert. Initiiert vom türkischen Verein «Überall Kunst» werden die Jugendlichen zu einer Crew, die sich mit Hip-Hop beschäftigt. Und jetzt kommen mein Partner Ferhat Fero Duz und ich ins Spiel.
Die Kids kannten uns schon aus dem Internet. Unsere Flying Steps sind ihnen ein Begriff, und dass wir Türken sind, Fero sogar aus der Gegend stammt, ist natürlich ein Vorteil. Wir haben die Kids zusammengebracht, bewusst ganz gemischt, die Einheimischen, die Flüchtlinge und die Kids aus dem kurdischen Vorort Kızıltepe.
Moment, wo sind wir?
In einer Stadt namens Mardin in der Südosttürkei, die UNESCO-Weltkulturerbe ist. Hier gibt es ganz unterschiedliche ethnische Gruppen, die gut zusammenleben und sehr warmherzig sind. Die Stadt wird «Trockener Hafen» genannt. Sie liegt auf einem Berg, und du bekommst dort genau den Kaffee, den wir jetzt trinken, er ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Januar 2017
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Arnd Wesemann
Ob Martin Luther seine Texte auch vertont hat, wird sich letztlich wohl erst am Tag des Jüngsten Gerichtes klären lassen. Da es bis dahin vermutlich noch ein Weilchen dauert, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass der Protestant «Ein feste Burg ist unser Gott» zumindest abgesegnet hat. Ohne sein Zutun hätte sich das Kirchen- und Kampflied wohl kaum zur...
Es gehört heute zu den fast selbstverständlichen Erwartungen Tanzinteressierter, einen Zugang zu den Quellen dieser Kunst zu allererst über audiovisuelle Medien zu erhalten. Was den Zugang zum Kulturerbe Tanz betrifft, möchte ich aus meiner Erfahrung einige zentrale und für uns, die Tanzarchive, sehr aktuelle Aspekte skizzieren.
Dazu zunächst eine kleine...
George Balanchines legendärer «Nutcracker» wurde im Februar 1954 uraufgeführt, begeisterte das Publikum und wurde zum finanziellen Rettungsanker des New York City Ballet. Wie der russische Choreograf zu Tschaikowskys Klängen und mit 125 Kindern auf der Bühne seine Erinnerungen an ein märchenhaft überzuckertes Petipa-Sankt-Petersburg bündelte, wurde für...
