Der Funke des Fallens
Tanz ist eine fortgesetzte Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Schwerkraft, eben jener Gravitation, die die Physik seit 1686 mithilfe der Newton‘schen Gesetze beschreibt. 1916, nach 230 Jahren erfolgreicher Anwendung, wurde sie abgelöst durch Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie. Aber die Schwerkraft blieb. Denn in den meisten irdischen Belangen – außer etwa in Fällen extremster Genauigkeit, wie dem Global Positioning System GPS – stimmt Einsteins Theorie mit der Newton’schen überein.
Trotzdem ist die Allgemeine Relativitätstheorie ihrem Wesen nach grundverschieden. Sie gab neue Antworten, von der Expansion des Universums bis zur Existenz Schwarzer Löcher. Das Zentrum ihrer Aufmerksamkeit verschob sich durch ein experimentelles Gesetz, das bereits seit Galilei bekannt ist, aber erst mit der Einstein’schen Relativitätstheorie seine volle Pracht entfalten konnte.
Verschobener Focus der Aufmerksamkeit
Einstein lebte in einer Zeit kultureller und sozialer Umbrüche. Gertrude Stein ist in der Literatur, was Pablo Picasso in der Malerei und Arnold Schönberg in der Musik war. Im Tanz tauchen die Solotänzerinnen auf, Isadora Duncan in Berlin, Maud Allan in London, später in ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
To get a grasp of what´s going on in contemporary dance in Russia, a visit to Moscow´s annual TSEH festival is highly recommended. Founded a couple of years ago as one of the platforms for Les Rencontres Chorégraphiques de Seine-Saint-Denis, TSEH fulfills a key function in Russian dance, as a presenter and network focus on a national and international level.
Contemp...
Zur Begrüßung: dieses Lächeln. Es füllt ihr blondes, helles Gesicht so vollständig aus, dass sie die Augen senkt und die Nase kraus zieht. Sie kommt direkt von der Probe, und das strahlende Lächeln der jungen Prinzessin Aurora, die auf der Bühne bald in hundert Jahre dauernden Schlaf fallen wird, zuvor aber dem Prinzen kräftig den Kopf verdreht, liegt noch wie...
Wie haben Sie sich, als Choreografin, der Wissenschaft nähern können? Ich bot einem Labor im Bereich der Weltraumforschung ein Tanztraining für Astronauten an. Ich hatte es vorher an der Uni in Medizin versucht, aber die schneiden alles nur in Stücke. Das ist nicht der Körper, wie wir ihn im Tanz verstehen. Von der Neurophysiologie, die auch den Körper in der...
