Der choreografierte Blick

Body Performance – eine Fotoausstellung in Berlin

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Tanz hat Helmut Newton nie fotografiert. Viel zu unberechenbar für den Meister des präzise inszenierten Moments. Die Körper sind es, die ihn interessieren – als Material für seine starken, hoch stilisierten, provokativ-glamourösen Modefotografien, seither Konvention jenseits der Konvention. Tänzer aber sind der Ausgangspunkt der «Body Performance» in der Berliner Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie – so zum Beispiel die Protagonisten der Ballets de Monte Carlo.

Die kleinformatige Serie ist wie üblich jenseits des Studios mit minimalem fotografischen Equipment entstanden und zeigt das charismatische Ensemble schick und surreal im gleißenden Sonnenlicht der französischen Riviera. 

Und wir begegnen Pina Bausch in Wuppertal, schön im langen schwarzen Kleid auf Ganzkörper-Porträts aus den 1980er-Jahren. Die eleganten Mises en scène aus diesen Fotografien entdecken wir in allen- Räumen der Ausstellung. Was sie verbindet, hat Newton selbst für seine eigenen Arbeiten formuliert: Es geht immer um «eine Geschichte, die keinen Anfang, keine Mitte und kein Ende hat».  

Dreizehn arrivierte Künstler – alle conceptual artists – sind hier versammelt. Sie alle haben unsere visuelle ...

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Tanz Januar 2020
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Marina Dafova

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