dave st-pierre

Eine Lungentransplantation hat ihm das Leben gerettet. Schonung scheint der Frankokanadier dennoch nicht zu kennen. Weder für sich selbst noch für sein Publikum

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Dave St-Pierre, Sie haben in diesem Jahr zwei Stücke praktisch gleichzeitig kreiert, und zwar auch noch in völlig verschiedenartigen künstlerischen und ästhetischen Welten: «Cirkopolis» mit Cirque Éloize und eine «Création 2012» für Ihre eigene Kompanie. Dieses Tanztheater-Fresko zu Liebe, Sexualität und Neurosen hat noch keinen Titel, ist aber schon auf Tournee.

Das geht doch eigentlich gar nicht. Ich habe leider noch nichts Passendes gefunden.

Und ich spiele lieber eine neutrale «Création», also  ein «Neues Stück 2012», als eine nur vage betitelte Premiere. Wenn ich den Titel erst in zehn Jahren finde, dauert es halt so lange. Denn die Menschen kommen auch so und sind berührt. Sie lassen sich einfach auf ein neues Stück von Dave St-Pierre zum Thema Liebe ein. Zwar sagen mir etliche Leute immer wieder, wie wichtig ein Titel doch sei. Aber das sehe ich anders.

Die «Création 2012» ist der Abschluss einer Trilogie, deren erste Teile, auf Deutsch übersetzt, «Die Pornografie der Seelen» und «Ein wenig Zärtlichkeit, verdammt noch mal!» betitelt waren. Eine ähnlich krachende Schlagzeile hätten wir eigentlich auch fürs Finale erwartet.

Die anderen Titel hatte ich schon gefunden, bevor ...

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Tanz November 2012
Rubrik: menschen, Seite 22
von Thomas Hahn

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