Das Tanzbüro

Wo erhebt der Tanz seine Stimme? Was kann ihm in einer zentralen Struktur zu mehr Bedeutung in der Öffentlichkeit verhelfen? Das Zauberwort soll «nationales Tanzbüro» heißen. Ein Gespräch mit dem Befürworter Michael Freundt.

Tanz - Logo

Wie kam es zur Idee eines nationalen Tanzbüros für Deutschland?

Die Idee resultierte aus folgender Beobachtung: Es gibt in Europa einige Länder mit nationalen Einrichtungen, die vernetzen und Informationen bereitstellen. Wie etwa Finnland: Dance Info Finland hat auch ein Exportprogramm, über das Gelder des Außenministeriums laufen, um Tanz aus Finnland zu exportieren. Außerdem besitzt diese Informations­stelle eine Datenbank, die dem Benutzer anzeigt, was wann läuft, wer wann wo produziert hat.

Anders Frankreich mit dem Centre National de la Danse: Das ist ein Konglomerat mit einer großen Mediathek, Karriereberatung und einem Produktionsbereich. Oder Norwegen: Dance Information Norway ist ein Büro, das ans Tanzhaus angeschlossen ist und in unmittelbarem Kontakt mit diesem steht. Dann gibt es in Belgien das Vlaams Theater Instituut, das zwar nicht dezidiert ein Tanzbüro ist, doch auch Recherchen im Tanz durchführt und Politiker berät. So eine Struktur brauchen wir auch in Deutschland.

Würde ein nationales Tanzbüro damit auch Lobbyarbeit für den Tanz betreiben?

Zuallererst hat das Tanzbüro die Aufgabe, Informationen zu sammeln und zur Verfügung zu stellen. Die Lobbyarbeit verbleibt ...

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Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Interview, Seite 62
von Klaus Kieser

Vergriffen
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