Das Fest der frechen Füße

Sonia Sabri: «RED» in Düsseldorf

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Der Anfang gehört der Musik, und auch im weiteren Verlauf ihres abendfüllenden Kathak-Tanzstücks  hat die Choreografin Sonia Sabri ihrer kleinen Band weite Freiflächen eingeräumt. Das ist kein Fehler, denn die Musik, komponiert von Sarvar Sabri, dem Ehemann , ist, auch ohne Tanz, hinreißend schön.

Die Saxofone von Alvin Davis, der seine Blues-Töne wie von ganz entfernt klingen lässt wie seine amerikanischen Vorbilder, John Coltrane etwa, vermählen sich mit den Tabla-Rhythmen, die Sarvar Sabri vorgibt, und dem Gesang seines Bruders Gulfam auf magische Weise zu Melodien, die ihre klassisch-indische Herkunft nicht verleugnen – und damit exakt dem entsprechen, was die drei Tänzerinnen auf die Bühne zaubern werden.
«RED» ist eine  rund zweistündige Choreografie, die Sonia Sabri mit ihrem Ensemble innerhalb von 14 Monaten daheim in Birmingham, aber auch in Indien entwickelt und im Tanzhaus NRW in Düsseldorf uraufgeführt hat. «RED» besteht aus zwei halbwegs gleich langen Hälften, die in je drei Teile untergliedert sind und immer andere emotionale Aspekte der  Farbe Rot versinnbildlichen: die rote Wut  oder jene nano-kurzen Vibrationen, die in ihrer rasend schnellen Abfolge zur Farbe Rot ...

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Tanz April 2005
Rubrik: On Stage, Seite 46
von Jochen Schmidt

Vergriffen
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