Das Bild

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Auf den ersten Blick scheinen sie einander wesensfremd: die Bewegungskunst des Tanzes und die den Augenblick fixierende Kunst der Fotografie. Trotzdem sind es Bilder, die den Tanz für uns festhalten, die seine Ikonografie in unseren Köpfen bestimmen. Wir haben Prominente gebeten, uns ihre ikonischen  Tanzbilder zu beschreiben. Damit lenken wir den Augenmerk auf die Sprache der Tanzfotografie, auf Geschichte und Gegenwart der fotografierten Bewegung.

Wir sprechen mit Tanzfotografen über ihre Kunst, über ihre Zusammenarbeit mit Kompanien und wie sie einst den Sprung von der Bühne hinter die Kamera geschafft haben.  

Grausam geblendet wurde der Chef des Bolshoi-Balletts, Sergei Filin. Es ist dies: der Tanzkrimi des Jahres – Ende offen. Wir berichten vom Stand der Dinge 

 

 

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Tanz Jahrbuch 2013
Rubrik: Editorial, Seite 4
von

Weitere Beiträge
Ikonen

__________vaslav nijinsky

Tanz, das sind bewegte Bilder in Raum und Zeit. Eine Bewegung festhalten, heißt: sie zum Stillstand bringen. Auf dem Foto friert sie ein, stirbt vielleicht, dafür setzt sich die Regung, die dahinter steht, die Erregung, aus der sie kommt, frei.

Ich war noch ein Kind und hatte gerade meine Tanzausbildung angefangen, als ich die...

The winners are...

Tanzkrimi des Jahres: Das Bolshoi

Choreograf des Jahres: John Neumeier

Tänzerin des Jahres: Anne Teresa De Keersmaeker

Kompanie des Jahres: Ballett am Rhein

Tänzer des Jahres: Stuttgarter Männer

Newcomer des Jahres: Dada Masilo

Tanzkrimi des Jahres: das Bolshoi

Seit Jahren wird das Moskauer Bolshoi von Skandalen erschüttert, aber die Säure-Attacke auf Ballettchef Sergei Filin zu Jahresanfang stellte alles in den Schatten. Wer irgendwo im Westen einem Russen begegnet und ihn darauf anspricht, der erntet häufig dieselbe Reaktion: Augenrollen, Seufzen, und dann − «Tja, was soll man sagen, dieses Theater ist ein Staat im...