dance theatre of harlem
ein buch?_________
lemi ponifasio
Brigitte Fürle verlässt mit ihrem Dienstherrn Joachim Sartorius die Berliner Festspiele. Fürles Verdienste für das Festival «spielzeit‘europa» sind mindestens drei. Mit Megapuppen, die das Brandenburger Tor überkletterten, sorgte sie überraschend dafür, dass Berlin nicht nur Nachteulen dient, sondern auch tagsüber Touristen unterhalten kann. Ihr winterlicher Tanzort für Gäste aus aller Welt durfte sich auch politischem Druck beugen, indem Fürle auch die heimische Sasha Waltz in den Kontext der Festspiele stellte.
Aber vor allem bleibt sie in Erinnerung, weil sie den samoanischen Priester, Häuptling und Auch-Choreografen Lemi Ponifasio zu ihrer Entdeckung hochstilisierte. Zur Eröffnung der letzten Spielzeit bot sie ihm eine noch eine kostspielige Eigenproduktion: «Le Savali: Berlin».
Jetzt, wo es dazu einen offiziellen Bild- und Textband gibt, könnte man das Presseecho auf den Abend doch getrost vergessen: dass hier Laiendarsteller entweder «nicht ins Nirwana finden, über die Bühne des Berliner Festspielhauses spuken – oder einfach nur den Ausgang verfehlen» («Tagesspiegel»), geführt von einem Choreografen, der «nur hohle Behauptungen produziert» ...
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Tanz März 2012
Rubrik: medien, Seite 62
von
ausstellung_________
charles koroly
lässt die Kostüme tanzen. Deshalb erhält der seit 1982 in Schweden lebende Kalifornier eine Ausstellung im Tanzmuseum Stockholm: «Koroly’s Costume Drama» heißt sie. Auch wenn er meist fürs Schauspiel arbeitet: Seine expressiven Kostüme führen ein tänzerisches Eigenleben, mindestens kommentieren sie die Regungen der Akteure....
_____deutschland
Aachen
Fabrik Stahlbau Strang «schrit_tmacher Festival 2012»: Die Compagnie Marie Chouinard zeigt «bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS»: 10 Tänzer führen Variationen zu den Themen Freiheit und Kontrollverlust vor. 1.– 4. März
Scapino Ballet mit «Kathleen +»: Ed Wubbes
«Kathleen» und «Beautiful Freak» von Marco Goecke plus Wubbes neue Produktion...
...findet reißenden Absatz, es ziert die Werbung und wird von Doris Dörrie verfilmt. Also darf man dem Glück getrost misstrauen. Die Tanzregisseurin Helena Waldmann treibt das Glück direkt in den Bühnentod (Seite 22), die Choreografin Stephanie Thiersch (Seite 14) sagt: «Glück wird medial total überhöht, ständig reflektiert, so dass es etwas Dogmatisches bekommt,...
