«Dance on Camera» in New York
Eine Tänzerin unter einer Glühbirne in einem dunklen, kleinen Raum: Trotz der Begrenzung tanzt sie in schönen großen Bewegungen – mal angezogen vom Licht, dann im Widerstreit mit ihm. Ihre Bögen werden zunehmend fahriger, die Pirouetten schneller, Gesten verlangsamen sich, enden in minimalen Bewegungen. Manchmal versiegen die Impulse, dann beginnen sie wieder ganz klein und vorsichtig, als müsste die Tänzerin sich neu zusammensetzen.
«Being or Nothingness» nennt Choreograf Guillaume Côté nach einem Sartre-Zitat die Soloarbeit mit der kanadischen Ballerina Greta Hodgkinson zu Philip Glass‘ «Metamorphosis Four». Und obwohl Sartres Existenzialismus ein sehr verkopftes Konzept ist, setzt sich die Arbeit dynamisch und sinnlich mit den Polen von «Being or Nothingness» auseinander. Das Schwarz-Weiß-Format des Films spielt eindringlich mit den Metaphern Licht und Dunkel.
Das «Dance on Camera»-Festival am Lincoln Center in New York feiert seine 45. Ausgabe. Es ist damit das weltweit älteste Festival dieser Art und womöglich das bedeutendste. Neben einer Ausstellung, Diskussionen, einem Kurzfilm-Wettbewerb und dem Schwerpunktthema «Virtuelle Realität im Tanz» haben die Veranstalter ein ...
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Tanz März 2017
Rubrik: Medien, Seite 60
von Andreas Robertz
Wer 2010 Mario Schröders Leipziger Einstandspremiere «Chaplin» gesehen hat und jetzt seines «Van Gogh» ansichtig wird, stellt fest: Dieser Choreograf hat einen steilen Aufstieg hingelegt und ein wunderbares Ensemble geformt. Unter seinen Fittichen sind die Tänzer enorm gereift und können sogar etwas derart Vermessenes wagen, wie eine Biografie Vincent van Goghs auf...
«Go vegan» ist mittlerweile auch bei vielen Tänzerinnen und Tänzern beliebt, und ich werde oft gefragt, ob eine rein vegane Ernährung nicht zwangsläufig zu Mangelzuständen führt. Wie auch bei anderen Ernährungsformen gibt es darauf keine allgemein gültige Antwort. Die Aussage, dass jemand Veganer bzw. Vegetarier ist, sagt noch nichts darüber aus, was dieser Mensch...
Der «Totentanz I» dauert gerade mal sieben Minuten, aber die haben es in sich. Sobald sich das Dunkel der Bühne lichtet, lassen sich die Verblichenen noch einmal sehen in ihrer ganzen Farbigkeit: blau die dominierende Frauenfigur, springlebendig die rote, ruhiger die grüne, fast ein wenig unscheinbar die gelbe. Schwarze Zwergenhüte auf dem Kopf, könnte man die vier...
