Coburg: «Secret Affairs»
Eigentlich sollte es eine «Queen´s Night» werden. Ballettchef Marc McClain wollte mit seiner Kompanie einen Abend zur Musik der Rockgruppe Queen auf die Bühne bringen. Daraus wurde nichts, die Rechte für die Verwendung der Musik wurden ihm nicht gewährt. Stattdessen gibt es nun den dreiteiligen Abend «Secret Affairs» zu Musik von Mozart, von Frangis Ali-Sade für das Kronos Quartet und Beatles-Hits, diese in den eigenwilligen Arrangements von Leo Brouwer und Per Arne Glorvigen für Gitarre, Bandoneon und Orchester.
Keine Spur des Anflugs einer Notlösung.
Fünf Tänzerinnen und vier Tänzer geben jedem der Stücke besondere Akzente. Das macht den Abend zu einem Beweis, dass auch eine kleine Kompanie gewinnt, wenn sie sich großen Anforderungen stellt. Zu Mozarts d-Moll Klavierkonzert fordert Ballettmeisterin Tara Yipp in «Concerto» artistische Präsenz und Humor, wenn die in Frack und Unterwäsche verpackten Tänzer auf rollenden Hockern als Mitglieder eines Orchesters durch die Partitur pesen. Eun Kyung Chung, erst selbstverliebte Solistin an den imaginären Tasten, befreit sich in der Kadenz des ersten Satzes aus den Zwängen der Reproduktion. In einer stimmungsvollen Romanze präsentiert ...
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Tanz Januar 2016
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 36
von Boris Gruhl
Deutschland
On tour
Ballet Revolución mit neuer Show: Moves zwischen Ballett und Streetdance treffen auf den Live-Sound internationaler Club-Hits, auf Pop, R&B, Hip-Hop und lateinamerikanische Rhythmen: Dortmund, Konzerthaus, 2.–9. Jan.; Bielefeld, Stadthalle, 12., 13. Jan.; Baden-Baden, Festspielhaus, 15., 16. Jan., Stuttgart, Liederhalle, 2.–7. Febr.; Leipzig,...
Berührungsängste gibt es in Leipzig jedenfalls nicht. Wenn in der Pause das Märchenpersonal der Gebrüder Grimm ausschwärmt ins Publikum, gehen selbst die kleinsten Zuschauer auf Tuchfühlung, und auch unter den größeren gibt es welche, die sich liebend gerne einmal ablichten lassen mit Hänsel und Gretel.
Beide machen auf der Bühne den Anfang, kaum dass Michael Sens...
Jordi Moragues Massanet hat sich davongemacht. Im April vergangenen Jahres vertauschte der Spanier das frohsinnige Köln mit dem derzeit eher trübsinnigen Athen. Wieso? Vielleicht weil er dort ideale Bedingungen für seine Profession findet: Wirtschaft vor dem k.o., Finanzen im freien Fall, Politik im Dauerkrisen-Modus, galoppierende Schwindsucht der Gehälter,...
