Choreografisches Zentrum Hamburg
Was in Düsseldorf zum Tanzalltag gehört, fehlte Hamburg bisher: ein Tanzhaus. Das bekommt die Stadt auch jetzt nicht, aber immerhin ein Choreografisches Zentrum. Es fällt zwar nicht so großzügig aus wie jenes in Essen, doch wird in der Elbmetropole, die sich gern als Tor zur Welt hochstilisiert, endlich eine peinliche Lücke geschlossen. Denn in Hamburg herrscht so gut wie kein Bewusstsein davon, dass in den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts die deutschen Tanzavantgardisten wie Rudolf von Laban und Kurt Jooss und deren Schülerkreis hier tätig waren und den Aufbruch probten.
Durch den Tanzplan Deutschland mit 1,2 Millionen Euro auf fünf Jahre gefördert, wird ab Sommer 2007 das Zentrum mit zwei Studios, Büros und einer kleinen Bühne in der Kampnagelfabrik für die Aus- und Weiterbildung eingerichtet. Das Programm leitet autonom, doch in Kooperation mit Kampnagel die Tanzdramaturgin und Theaterwissenschaftlerin Kerstin Evert (34). Die Kulturbehörde verdoppelt außerdem den bisherigen Produktionstopf von 100 000 Euro für freie Choreografen. Drei Nachwuchskünstler jährlich werden in Residenz mit internationalen und nationalen Dozenten arbeiten. Das macht Hoffnung: Hamburg könnte ...
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