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LÄNDLER
Unvorstellbar: Fast 450 Tänze hat Franz Schubert in den wenigen Jahren komponiert, die ihm geblieben sind, die meisten davon in aphoristischer Kürze. Gedankenblitze, gleichwohl in aller Genauigkeit notiert, «Moments musicaux», von denen man sich manchmal wünschte, sie würden ewig dauern.

Pierre-Laurent Aimard, sonst eher bekannt als Interpret zeitgenössischer Klaviermusik, hat diese Miniaturen auf seinem jüngsten Album eingespielt – und zwar nicht ausschließlich «Ländler», wie man aufgrund des Titels vermuten sollte, sondern zusätzlich unzählige Walzer, Ecossaisen und Deutsche Tänze, wie sie sich vereint in den unterschiedlichsten Sammlungen wiederfinden.

Auch wenn die einzelnen Stücke sozusagen im Sekundentakt aufeinanderfolgen, lässt sich Aimard Zeit, um das scheinbar Gleiche in seiner ganzen Gegensätzlichkeit wirken zu lassen. Das Tempo, das er dabei vorschlägt, ist eher das einer «schlafwandlerischen Reise», wie er im Booklet selber sagt. Vielleicht erklärt das, weshalb man beim Zuhören immer wieder ins Träumen gerät? Bekanntlich hat sich Schubert bei den Ländlern, Paar- und Rundtänzen von seinem Umfeld inspirieren lassen. Vielleicht teilen sich diese ...

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Tanz August/September 2024
Rubrik: Medien, Seite 58
von

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Ausschreibungen, Wettbewerbe 8/24

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