Big Bang in Avignon
Schluss mit Aufführungen in der Dachkammer! Der Tanz kauft ein Theater mitten in Avignon (links). Vermessen ist das nicht, wo doch unzählige Säle sonst nur im Juli bespielt werden. Das Big Bang Théâtre wird Big Danse Théâtre, um Kompanien en résidence aufzunehmen und um Netzwerke wie Trans Danse Europe weiterzuentwickeln. Käufer des Theaters ist Les Hivernales, das Festival von Amélie Grand, und ihr Centre de développement chorégraphique (CDC), ein Tanzzentrum ohne angegliederte Kompanie. Den Saal haben sie nun, mit 200 Plätzen, dazu eine Bühne von zwölf mal acht Metern.
Nur zu ihren Subventionen brauchen Les Hivernales noch Sponsoren und Mäzene, um sich ihr Tanzhaus leisten zu können. Eröffnung wird das Festival im Februar 2006 sein. In Lyon, dem Mekka der Tanzhäuser, rüstete das Maison de la danse unterdessen einen Probenraum mit 92 Sitzen aus. Ein kleiner Raum für intime, experimentelle Formen fehlte Guy Darmet, der nun dank der beweglichen Ränge im Studio Jorge Donn eine Alternative hat.
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«Entspricht nicht die ‹Flüchtigkeit› des Tanzes dem neoliberalen Konzept der Vergänglichkeit von Waren und ihrer permanenten Neuproduktion?» Und welche Rolle spielt der Tanzlehrer? «Bei ihm kauft man im Unterschied zu einem Modeverkäufer dessen Körper und Körperwissen: Der Tanzlehrer also: Kunstvermittler, Hure oder Medium einer spezifischen Körpererfahrung?»
So...
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