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Die Frage «Was ist ein Klassiker?» ist im Tanz leichter und schwieriger zu beantworten als in anderen Künsten. Zunächst sieht man in Antwort auf diese Frage nur eine Liste von Werken, die den Begriff «Klassiker» verkörpern. Die Auswahl an Stücken ist sogar sehr übersichtlich.
Allgemein beginnt die Aufzählung mit «La Fille mal gardée», reicht über «Giselle» und «La Sylphide» bis hin zu «Dornröschen», «Schwanensee» und «Der Korsar», versammelt «Apollon musagète», «Jewels», und «Symphony in C», um schon jetzt mit Crankos «Onegin», dem «Kontakthof» von Pina Bausch, einigen Werken Hans van Manens und William Forsythes «Impressing the Czar» zu enden. Oder bildet Jérôme Bels «Véronique Doisneau» den jüngsten Klassiker?
Hier fangen die Schwierigkeiten an. Was ist ein Klassiker? Unsterblich? Welche Kunst wäre unsterblich? Um das anzunehmen, verdämmern zu viele Gemälde in den Magazinen der Museen, vergilben zu viele Ausgaben von Walther von der Vogelweide oder Andreas Gryphius in den Kellern der Bibliotheken. Trotzdem ist nie auszuschließen, dass künftige Generationen Scharen von Lesern dabei erleben werden, wie sie Walthers Mädchenlieder in den Büchereien verlangen. Viel Erfolg hingegen ...
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Einen gestandenen Choreografen wie Mark Morris als Hoffnungsträger zu bezeichnen, mag manchem als kühn erscheinen. Hochgejubelt hat man ihn Mitte der 1980er Jahre als «Mozart des Tanzes», weil hier einer war, der hoch musikalisch Barockes tanzte und tanzen ließ in einer Zeit, da Musik von Tanztheaterchoreografen allenfalls als Beiwerk benutzt wurde. Ich habe damals...
Although dancing is associated worldwide with innovation, the number of dances that are worth seeing twice is diminishing as rapidly as the honeybee population. It’s as if choreographers under 30 were never themselves members of paying audiences. And so it has been up to the dancers to keep outstanding choreography going. This year, Suki Schorer’s painstakingly...
Philosophie und Tanz – beide befassen sich mit der Zeit der Bewegung. Die Philosophie tut dies kognitiv – auf dem Weg des Denkens etwa von Paradoxien wie Zenons berühmter Beweis, dass Achill die Schildkröte nie wird einholen können. Der Tanz hingegen, als eine Zeitkunst, arbeitet mit Bewegung, körperlich gestalteter Zeit. George Balanchine hat, aus diesem Wissen um...
