berlin: frie leysen

Frie Leysen in Berlin

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Frie Leysen übernimmt am Haus der Berliner Festspiele das Nachfolgeformat der «spielzeit‘ europa» ­– ein Name, an dem bislang gar nichts stimmte: «Keine Spielzeit war so kurz wie diese, und auch jenseits von Europa gibt es gutes Theater», sagt sie schelmenhaft freundlich mit angriffslustig blitzenden Augen. In Brüssel erfand Frie Leysen 1994 das «Kunstenfestivaldesarts» als ein Fest gegen Grenzen, nicht nur gegen flämisch-wallonische Befindlichkeiten, sondern eins gegen jegliche Form von Nationalismus.

Ihr neues Fest der Welt, das ab dem 28.

September einen Monat lang in Berlin stattfinden wird, heißt jetzt «Foreign Affairs». Das sei zwar kein wirklich guter Name, findet sie, aber «Auswärtige Angelegenheiten»? Niemand wollte einen Namen, dem Deutschland aus den Poren trieft. Leysen wird das Festival auch nur ein einziges Mal betreuen. Bereitet sie damit den Boden für Matthias von Hartz, den derzeitigen Macher des Hamburger Sommerfestivals, der die «Foreign Affairs» 2013 übernehmen wird? «Nein», sagt Frie Leysen, 62. «Ja», sagt Matthias von Hartz, 42. Ansonsten verstehen sich die beiden prächtig.

Matthias von Hartz hätte nichts gegen eine Jury, die die Künstler auswählt. So wird es ...

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Tanz August 2012
Rubrik: menschen, Seite 48
von Arnd Wesemann

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