Berlin, Essen, Frankfurt: Mainforced Entertainment «end meeting for all»
Performance-Probe bei Forced Entertainment per Zoom-Konferenz. Das wohl dienstälteste Theaterkollektiv mit inzwischen 36 langen Jahren Bühnenerfahrung – es war zuletzt wie alle Welt ins Homeoffice verbannt. Statt einer neuen Bühnenperformance gab es also ein eigens kreiertes Online-Stück. «End Meeting for All». Der Titel legt es nahe: Der Tod bleibt nicht lange fern. Auf sechs Kacheln sieht man die Ensemblemitglieder.
Doch offenbar sind an ihnen Ratgeberlinks wie «How to Look Great on Zoom» vorbeigegangen: Sie sind entweder Nasenzombies, weil viel zu nah an der Kamera, oder Zwerge, weil viel zu weit weg. Bei einer blendet das Licht. Ein anderer hält statt des Gesichts auch schon mal den Bauch in die Kamera. Verzerrte, fragmentierte Körper, versehentliche Peepshow-Perspektiven, Hautporen wie Krater. Schauspielerin Claire Marshall verschwindet in einem weißhaarigen Perücken-Ungetüm und gibt mit röchelnder Stimme vor, schon sehr sehr lange in Quarantäne zu leben. Kollegin Cathy Naden fragt nach: Ist das jetzt schon Schauspiel, oder hat die Kollegin nur einen schrägen Tag?
Darüber rätseln wir vor den heimischen Monitoren auch. Wo fängt das Spiel an, wo hört die Wirklichkeit auf? Und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juni 2020
Rubrik: Kritik, Seite 37
von Nicole Strecker
Sie organisieren und trainieren Tanz am Theater in Regensburg – seit Mitte März geben Sie Online-Klassen für das Ensemble. Wie fühlt sich das Unterrichten per Screen an?
Unterrichten heißt für mich, dass ich auf einzelne Personen eingehen und sie auch korrigieren kann. Das ist online aus verschiedenen Gründen aber nicht möglich: Die Ton-Übertragung ist verzögert,...
Die beiden sind sich nicht schon lange bekannt, sie kennen sich auch aus: Martin Puttke war Direktor der Staatlichen Ballettschule sowie «klassischer» Ballettchef in (Ost-)Berlin und Essen und arbeitet derzeit an einem neuen Unterrichtskonzept, Peter Jarchow leitete zeitweilig die Palucca Schule Dresden und lehrt heute Korrepetition und Improvisation in Leipzig....
Künstlerisch «flügge» wurde sie in den 1960er-Jahren, an der Schwelle zum Postmodern Dance. Dabei wollte Lucinda Childs anfangs unbedingt Schauspielerin werden: Die eindrucksvolle Schönheit ihrer Gesichtszüge, die klassische Eleganz ihrer Erscheinung schienen sie für den Beruf geradezu zu prädestinieren. Nach Abschluss ihres Studiums am Sarah Lawrence College...
