Berlin, Essen, Frankfurt: Mainforced Entertainment «end meeting for all»

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Performance-Probe bei Forced Entertainment per Zoom-Konferenz. Das wohl dienstälteste Theaterkollektiv mit inzwischen 36 langen Jahren Bühnenerfahrung – es war zuletzt wie alle Welt ins Homeoffice verbannt. Statt einer neuen Bühnenperformance gab es also ein eigens kreiertes Online-Stück. «End Meeting for All». Der Titel legt es nahe: Der Tod bleibt nicht lange fern. Auf sechs Kacheln sieht man die Ensemblemitglieder.

Doch offenbar sind an ihnen Ratgeberlinks wie «How to Look Great on Zoom» vorbeigegangen: Sie sind entweder Nasenzombies, weil viel zu nah an der Kamera, oder Zwerge, weil viel zu weit weg. Bei einer blendet das Licht. Ein anderer hält statt des Gesichts auch schon mal den Bauch in die Kamera. Verzerrte, fragmentierte Körper, versehentliche Peepshow-Perspektiven, Hautporen wie Krater. Schauspielerin Claire Marshall verschwindet in einem weißhaarigen Perücken-Ungetüm und gibt mit röchelnder Stimme vor, schon sehr sehr lange in Quarantäne zu leben. Kollegin Cathy Naden fragt nach: Ist das jetzt schon Schauspiel, oder hat die Kollegin nur einen schrägen Tag?

Darüber rätseln wir vor den heimischen Monitoren auch. Wo fängt das Spiel an, wo hört die Wirklichkeit auf? Und ...

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Tanz Juni 2020
Rubrik: Kritik, Seite 37
von Nicole Strecker

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