Ausstieg
Der Gemeinderat der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz hat deren Ausstieg aus dem sogenannten Theatervertrag mit der Landesregierung beschlossen. Dieser Vertrag regelt die einschlägigen Transferzahlungen zwischen Stadt und Land. Der sozialdemokratische Linzer Bürgermeister Klaus Luger argumentiert, die Hauptstadt gebe mehr für die lokalen, aber landeseigenen Kultureinrichtungen aus, als sie für die städtischen zurückerhalte.
Bereits seit Anfang November wird das Gezerre zwischen Luger und Landeshauptmann Thomas Stelzer von der christkonservativen ÖVP öffentlich ausgetragen.
Pikantes Detail: Der Ausstiegsbeschluss kam mit Unterstützung der Gemeinderatsmitglieder der nationalkonservativen FPÖ zustande. Er gilt allgemein als katastrophales kulturpolitisches Signal. Eine Petition gegen die Vertragskündigung, die Anfang 2020 wirksam wird, blieb trotz 21 000 Unterschriften erfolglos. Die betroffenen Kulturinstitutionen, etwa Landestheater, Bruckner-Orchester und Ars Electronica, können erst wieder finanzielle Verpflichtungen eingehen, wenn es Neuregelungen gibt. Landestheaterintendant Hermann Schneider erklärte, der Beschluss zerstöre «das Vertrauen Kulturschaffender in die ...
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Tanz Januar 2019
Rubrik: Side Step, Seite 23
von Helmut Ploebst
Die Wiedervereinigung hat einst als «Zonenrandgebiete» ausgewiesene Landschaften in die Mitte Deutschlands gerückt. Zum Beispiel Teile der hessischen Rhön, die nach dem Mauerfall von Kunst- und Kulturinteressierten neu entdeckt wurden. Nicht nur der Barock, auch die Moderne der Zwischenkriegszeit hat hier Spuren hinterlassen. Etwa Loheland, östlich von Fulda...
Ausstellungen
Berlin: «Kunst.Figur.Kostüm», Ausstellung mit Kostümen aus Oskar Schlemmers «Triadischem Ballett», Akademie der Künste, Hanseatenweg, 17.–24. Jan.; www.bauhausfestival.de
Dresden: «Hellerau – Die Idee vom Gesamtkunstwerk», Festspielhaus Hellerau, bis zum 1. Juli; www.hellerau.org
Gera: «Intermediale Experimente am Bauhaus. Kurt Schmidt und die...
Hafen 1 nennt Volkswagen diesen ehrgeizigen Neubau, der das große, jährliche Festival «Movimentos» am Leben erhalten soll. Eine Bühne mit gut 1400 Sitzplätzen wird derzeit am Hafenbecken gleich neben dem alten Kraftwerk errichtet, der bisherigen Tanzbühne. Nur gut ein halbes Jahr Bauzeit ist veranschlagt, im Sommer will das renommierte Tanzfestival wieder an den...
