aus für plattform: christine gaigg...

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...findet, «man kann über die Festivalisierung unserer Kultur schimpfen, aber tatsächlich sind fokussierte Veranstaltungen die Initiationsriten der zeitgenössischen Kunst». Der Grund für ihre Milde ist ihr Zorn. Österreichs biennale Tanzplattform gibt es nicht mehr. Sie sollte im Herbst in Wien stattfinden. Die sich bewusst international adressierende «Choreographic Platform Austria» gab es seit 2004, um die Internationalisierung der heimischen Szene zu fördern.

Mit dem negativen Bescheid des Kulturamts der Stadt Wien und der daran gebundenen Kofinanzierung durch den Bund scheint es, die österreichischen Szene gelte als nicht förderungswürdig. ­Chris­tine Gaigg glaubt, «der konzentrierte Kontakt mit dem Publikum, mit internationalen Veranstaltern (die ­nicht wegen einzelner Aufführungen nach Wien reisen würden) und Kuratoren ist lebens- und überlebensnotwendig». Wohl wahr. Doris Uhlichs «Spitze» tourte nach der letzten Plattform um die Welt. Wien wird wieder provinzieller.

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Tanz Juli 2011
Rubrik: menschen, Seite 26
von

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