Aurore auf DVD

Nils Tavernier hat die französischen Tänzer-Stars vor die Traumkulisse des Château d’Ussé gelockt

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Arm das Land, das Tanz nicht duldet. Eine Bankrotterklärung. Aber um den Staat ist es wirklich schlecht bestellt. Um einen Offenbarungseid zu verhindern, bleibt dem König keine andere Wahl, als seine einzige Tochter zu kapitalisieren: Aurore. Sie ist sein ganzer Schatz, und  drei Heiratskandidaten setzen ihre Kunst darauf, ihn zu erwerben: Kader Belarbi, Danseur Étoile der Pariser Opéra, reist als Prinz Abdallah zum Vorstellungsgespräch mit einer kompletten Bauchtanz-Truppe an.

Yutaka Takei, Solist bei Karine Saporta und Carolyn Carlson, assoziiert mit dem Prinz von Thang Kai die existenzielle Problematik des japanischen Butoh. Und Yann Bridard, einer der Danseurs-Chorégraphes der Bastille, verlässt sich als Prince de Neufchâtel vergebens auf die poetische Kraft der französischen Romantik.

Eigentlich eine schöne Idee. Doch der Film, von  Nils Tavernier mit viel Aufwand und noch mehr Zartgefühl inszeniert, kommt nie richtig in Schwung. Dabei macht Carolin Petit gute Musik – und Margaux Châtelier hat in der Titelrolle nicht bloß hübsch auszusehen. Sie tanzt auch tadellos vor der Traumkulisse des Château d’Ussé und schwebt am Schluss sogar schwerelos wie auf Wolken. Aber alles andere ...

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Tanz April 2007
Rubrik: Jenseits, Seite 82
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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