Ann Liv Young: "Snow White"

Festival: Springdance in Utrecht

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Was Ann Liv Young in der Rolle des Schneewittchens zu Beginn von «Snow White» postuliert, ist eigentlich selbstverständlich: «Ihr könnt uns durch das Stück folgen, müsst es aber nicht.» Hätte sie es nicht ausgesprochen, man würde diesen New Yorker Furien tatsächlich raten, die Vertragsbedingungen mit dem Zuschauer zu rekapitulieren.

«What’s love got to do with it?» Ein lesbisches Musical mit drei aufgedrehten Cheerleaders, die Disco-Gassenhauer ins Mikro grölen: «Love is a battlefield». Vorne steht ein Märchenschloss aus Bauklötzen, hinten Rosentöpfe.

Drei Frauen, kein Zwerg, keine Fee. Es geht nicht darum, ein Märchen zu erzählen, sondern gegen das Frauenbild in der Unterhaltungskultur zu rebellieren. Ann Liv Young gehört zu einer neuen Generation weiblicher Choreografen, trotzig und herausfordernd, die sich allen Forderungen des Kulturbetriebes widersetzen. Ihr Gestus ist offensiv und sie scheint, wie manchmal bei Jan Fabre, den Konflikt mit dem Publikum zu suchen. Doch der Belgier verteilt seine subversive Energie auch mal über Stunden und provoziert mit Langsamkeit. Youngs Trio fegt als Orkan durch den Saal, in vierzig Minuten.

Die sarkastisch überhöhte Wucht der Choreografie, ...

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Tanz April 2007
Rubrik: Der Kalender, Seite 38
von Thomas Hahn

Vergriffen
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Kurt Koegel

Kurt Koegel has taught for festivals, universities and dance companies including Ultima Vez, Rosas, Gallotta Danse, P.A.R.T.S., SNDO, EDDC, SEAD, and the Korean National University of the Arts. In September 2007 he will direct a new Masters Program in Contemporary Dance Pedagogy at the Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt am Main.

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