Amala Dianor «Dub»

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Awir Leon sendet erste, minimalistische Signale vom DJ-Pult: Fragmentierte Beats, zurückhaltende Drones ziehen durch den Raum, den wir im Video einer Aufführung aus dem MC2 Grenoble entdecken. Und mit Sangram Mukhopadhyay betritt der erste Tänzer die Bühne, durch einen mittels Neonleuchten angedeuteten Flur. Man befindet sich in einer Clubsituation, und Mukhopadhyay macht, was man im Club so macht, er tanzt.

Die Choreografie «Dub» des senegalesisch-französischen Künstlers Amala Dianor ist Urban Dance, das schon, aber gleichzeitig auch wieder nicht: Was Leon da spielt, hat nur noch in Spurenelementen etwas mit dem verhallten, verlangsamten Musikgenre Dub zu tun, stattdessen holt es sich seine Einflüsse auch aus Elektronica oder Minimal Techno. Und Tänzer Mukhopadhyay unterläuft die tendenzielle Gockelhaftigkeit des Urban Dance mit verträumtem Lächeln, barfuß, mit Dutt und kleinem Bäuchlein, ein weicher Typ, der sich nicht auf Wettbewerb, Kraftmeierei und virile Sexualität einlässt, sondern mit hohem Coolness-Faktor in der Musik versinkt.

Aber Dianor dreht den Urban Dance nicht konsequent auf links – später wird dann doch noch gegockelt. Das elfköpfige Ensemble beherrscht das alles, ...

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Tanz August/September 2024
Rubrik: Tanz im August, Seite 22
von Falk Schreiber

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