Alexei Ratmansky
Unlängst Forsythe, gestern Wheeldon, heute die «Corsaire»-Rekonstruktion am Bolshoi. Planen Sie eigentlich in Etappen? Wir versuchen es, aber hier muss man immer noch sehr flexibel sein. Die Strukturen sind inzwischen viel besser, aber noch immer geschieht nicht alles so, wie man es sich wünscht.
Gilt das auch für Ihre zurückliegenden drei Jahre als Ballettchef des Bolshoi? Im Großen und Ganzen habe ich verwirklichen können, was ich wollte. Vielleicht auch deshalb, weil ich neu war, weil ich nie hier getanzt hatte.
Aber ohne den Rückhalt der neuen Direktion wäre das nicht möglich gewesen. Doch eine Neupositionierung des Bolshoi-Balletts war einfach überfällig.
War der schon ein Jahr zuvor choreografierte «Helle Bach» von Schostakowitsch, den Sie jetzt auch im Oktober beim Berlin-Gastspiel erstmals in Deutschland zeigen werden, dafür die Visitenkarte? Die Verantwortlichen fanden wohl, dass ich meine Hausaufgabe gemacht hatte. Aber ganz so einfach ist es nicht. Wobei ich schon versucht habe, mit dieser Choreografie die Stärken der Truppe zu betonen.
Die da wären? Das Mariinsky-Ballett, das ich ja aus eigener Anschauung als Tänzer kenne, ist lyrischer, eleganter, manchmal aber auch ein ...
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Für den Choreografen heißt es wie für den Schriftsteller: Wenn du das Alphabet beherrschst und die Worte deiner Sprache, dann vielleicht. Und wie es zum Schreiben an den Unis längst hunderte Kurse gibt, gern und harmlos «Kreatives Schreiben» genannt, soll es nun zunehmend universitätsgesteuerte Ausbildungen zur Choreografie geben: Damit werden zwei Hoffnungen...
Der Beinwärmer nennt sich «Hübbe», und wer Lust hat, sich darin wie der künftige Ballettdirektor Kopenhagens zu fühlen, kann ihn sich kaufen: Mette Bødtcher wird’s möglich machen. Wie einst ihre Mutter hat die ehemalige Ballerina und derzeitige Charaktertänzerin des Königlich Dänischen Balletts ihr Danish Dance Design auf den Geschmack der Kollegen abgestimmt....
