Abschied: Sally Banes
Die glänzende Autorin Sally Banes – Pionierin der seinerzeit neuen Betrachtungsweise von Tanz im sozialen Kontext sowie frühe Advokatin des Hip-Hop –, kennt man vor allem als Verfasserin des Standardwerks «Terpsichore in Sneakers: Post-modern Dance» (1980). Sieben weitere Bücher sowie eine Unzahl von Essays bezeugen ihre führende Rolle auf dem zunehmend fruchtbaren Feld der Tanzwissenschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Banes hat in vielen Zeitschriften und Zeitungen publiziert, u. a.
in «Village Voice», «Dance Magazine» und «Dance Research Journal» sowie im «Dance Chronicle». Zu ihren weiteren, Maßstäbe setzenden Büchern zählen die Titel «Democracy’s Body: Judson Dance Theater 1962 – 1964» (1983) und «Greenwich Village 1963: Avant-Garde Performance and the Effervescent Body» (1993). Außerdem hielt sie 1987 im Film fest, wie Yvonne Rainer ihre eigene Solo-Kreation «Trio A» interpretierte – laut Banes ein ikonisches Werk der Postmoderne.
Sally Banes, 1950 geboren, war eine strahlende Figur voller Lebensenergie, ansteckendem Enthusiasmus und beeindruckendem Wissen. Während einer Reihe von Lehraufträgen, die sie u. a. an den Hochschulen Purchase College, Wesleyan ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz August/September 2020
Rubrik: Side Step, Seite 11
von Wendy Perron
Das ist ein herber Verlust für die Schweizer Tanzlandschaft. Die Kompanie Flamencos en route verabschiedet sich im Oktober von ihrem Publikum. Gründerin und Leiterin Brigitta Luisa Merki sieht sich zur Auflösung gezwungen, weil das Aargauer Kuratorium 2021 die jährlichen Förderbeiträge von 250 000 Schweizer Franken einstellen wird.
Das Aargauer Kuratorium...
Kristian Schuller, Kristian Schuller? War er nicht mal Juror bei Heidi Klums «Germany‘s Next Topmodel»? Ein Modefotograf ist er, einer, der nie mit Topmodels und Stars arbeiten will. Na ja, fast nie: Auch Penelope Cruz stand schon vor der Kamera des Rumäniendeutschen. In seiner Wahlheimat New York hat er diese – sehr amerikanische – Sehnsucht nach Berlin...
Zurück im Theater nach über drei Monaten: ein merkwürdiges Gefühl, zumal nur 40 Zuschauer anwesend sind, die – gemäß den strengen Bestimmungen – zu ihren Plätzen geleitet werden. Und doch ist es auch ein Gefühl der Erleichterung: Einen Monat, nachdem die Premiere wegen Corona abgesagt werden musste, kann man nun Anne Teresa De Keersmaeker und den Pianisten Pavel...
