Der Subversive: Xavier Le Roy
Xavier Le Roy, in E.X.T.E.N.S.I.O.N.S.* ging es darum, den Unterschied zwischen Probe und Aufführung aufzuheben. Betrifft dieser Ansatz Ihre Kreation generell? Nein. Aber ich versuche für gewöhnlich, dem Verhältnis zwischen Produktionsprozess und seinem Ergebnis höchste Aufmerksamkeit zu schenken, denn es scheint mir offensichtlich, dass das Ergebnis sehr davon abhängt, wie man den Produktionsprozess gestaltet. Ich versuche immer, meine jeweilige Arbeitsweise infrage zu stellen.
So steht für mich der Produktionsprozess jedes Mal im Mittelpunkt, aber nicht unbedingt mit dem Ziel, den Unterschied mit dem «Produkt» zu verwischen. In jedem Fall möchte ich vermeiden, etwas zu schaffen, das wie eine Improvisation aussieht. E.X.T.E.N.S.I.O.N.S. war wirklich ein Versuch, eine Situation zu schaffen, in der eins im anderen aufgeht. Ein anderes Projekt zum Thema war «namenlos», 1998. Aber auf meine anderen Kreationen wie «Giszelle» lässt sich das Prinzip nicht anwenden.
Die Erforschung neuer Formen bleibt oft unbefriedigend, weil der Zuschauer in seiner steifen Position vor der frontalen Bühne versauert, wo er doch gern selbst aktiv den Rezeptionsprozess gestalten und seine Position ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Nach der Schule wurdest Du Heilpädagoge. Was hat Dich dazu bewogen? Nach der Schule hatte ich keine Ahnung, was ich machen sollte. Ich war siebzehn Jahre alt und hatte Lust, für ein Jahr als Austauschschüler nach Amerika zu gehen. Ich kam nach Bristow in Oklahoma. Oklahoma ist das Land der Cowboys und der Prärie, und Bristow ist eine ganz kleine Stadt am Ende der...
Unlängst Forsythe, gestern Wheeldon, heute die «Corsaire»-Rekonstruktion am Bolshoi. Planen Sie eigentlich in Etappen? Wir versuchen es, aber hier muss man immer noch sehr flexibel sein. Die Strukturen sind inzwischen viel besser, aber noch immer geschieht nicht alles so, wie man es sich wünscht.
Gilt das auch für Ihre zurückliegenden drei Jahre als Ballettchef des...
An intersection in Halberstadt, like thousands of others in the cities and towns of the former East Germany. On its four corners: a Turkish kebab shop, the abandoned Youth Club of GDR days, a jeweller, and a bar with little red lamps in its dirty windows.
The blood stains on the sidewalk in front of the Youth Club, a concrete ruin covered in weeds and broken glass,...
