André Presser

Der Underdog der Ballettmusik

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André Presser ist nicht auf den Hund gekommen, wie das Deckblatt einer Biografie vermuten lässt. Aber Tishpoo ist immer dabei, wenn sein Herrchen dirigiert. Das tut der rot­haarige «Ratje» aus Amsterdam, wie ihn eine seiner Geliebten nennt, heute nur noch in Ausnahmefällen.

Andries Jacob Presser, wie der Sohn eines jüdischen Kabarettisten eigentlich heißt, ist als Ballettdirigent ohnehin eine Ausnahmeerscheinung, ein «Underdog», wie er selbstironisch sagt, eine «Hure des Tanzes», wie Musiker spotten – ein Beruf, den es scheinbar nicht gibt: ein Ballettdirigent und als solcher einer der Besten. Heinz Spoerli nennt ihn in der sehr persönlichen Biografie «André Presser – Der Ballettdirigent. Ein Leben für den Tanz und die Musik» von Annette Bopp einen «Zauberlehrling» Nureyevs, der ihm das «Wesen des Tanzes» vermittelt habe.

 

Und obwohl Presser die Meinung vieler Orchestermitglieder teilt («Dornröschen», das Schlechteste, was Tschaikowsky geschrieben hat ... «La Sylphide» von Herman Løvenskjold – scheußlich! ... «Bayadère« von Ludwig Minkus – mein Gott! ... «Don Quixote» von Minkus – grässlich! «La Fille mal gardée» von Hérold – grauenhaft!), verwandelt sich ein «drittklassiges ...

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Tanz Juli 2008
Rubrik: Buchbesprechung, Seite 25
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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