Jenseits
Auf die katastrophale Lage der unzähligen Aids-Kranken in ihrem Heimatland hat die südafrikanische Choreografin Robyn Orlin wiederholt aufmerksam gemacht – nicht zuletzt in ihren Stücken. Ihr Neffe Nicholas Batten ist wie sie in Südafrika aufgewachsen und engagiert sich besonders für Aids-Waisen und HIV-infizierte Kinder. An seinem Hilfsprojekt will sich Orlin auch persönlich beteiligen. Zunächst gilt, jedes Kind, das adoptiert werde, sei ein gerettetes Kind, sagt Batten.
Für die verbliebenen Kinder sind Frauen wie die Kinderärztin und ehemalige Gesundheitsministerin der südafrikanischen Provinz The Eastern Cape, Dr. Trudy Thomas, und Aunty Agnes da. Thomas ist Chairwoman von the Loaves and Fishes Network. Dieses private Hilfswerk unterstützt ohne staatliche Gelder Hilfsprojekte, die die einheimischen Frauen selbst in ihren Communities gegründet haben. Sie kümmern sich um missbrauchte, verlassene, verwaiste, kranke, im Verhungern begriffene Kinder und Jugendliche. Das Baby Emmanuel wurde von einer Child Protection Unit der Polizei hinter einer Shebeen, einer Art illegaler Bar, gefunden. Im überfüllten Krankenhaus wollte man ihn nicht mehr aufnehmen, so elend war er dran. Eine ...
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Nora ist an allem schuld. Aber nicht in dem Sinn, wie es ihr der eigene Ehemann in Henrik Ibsens gleichnamigem Drama vorwirft – dass sie nämlich seine Ehre und die Familie zerstöre. Ganz im Gegenteil: Weil sie die Ehre der Berliner Schaubühne in der gefeierten Inszenierung von Thomas Ostermeier erheblich mehrte. Auf die Premiere 2002 folgten unzählige Einladungen...
Starting up
It was a difficult situation in the fifteen years after the Soviet collapse. It was a hard time for everybody. There were just two big theatres that survived, the Bolshoi and the Mariinsky, because they were government paid. Without money, it’s difficult to keep costumes and sets in shape. So we really started from the beginning. And I told them, “I do...
«Und verloren sei uns der Tag, wo nicht Ein Mal getanzt wurde! / Und falsch heiße uns jede Wahrheit, bei der es nicht Ein Gelächter gab!»
Maurice Béjart stellte seinen Memoiren «Einen Augenblick in der Haut eines anderen» einen Satz aus Friedrich Nietzsches «Also sprach Zarathustra» als Lebensmotto voran. Es wäre weit gefehlt, ihn deshalb als Nietzscheaner zu...
