Warum Tänzerkongress?
In den 1920er Jahren hatte sich der moderne künstlerische Tanz als Teil der Lebensreformbewegungen etabliert. Er war zu einer Art Massenbewegung geworden, mit einer Vielzahl von Teilnehmern, deren tanztechnisches Niveau mäßig bis schlecht war. Das öffentlich präsentierte Mittelmaß und auch das Beharren auf «seelischem Ausdruck» im Tanz ohne ausreichende persönliche Ausstrahlung rief nicht nur den Unmut selbst wohlwollender Tanzkritiker hervor, sondern empörte auch die gutgeschulten Tänzerkollegen.
Die Qualitätsfrage ging um in einer Zeit großer sozialer Depression. Eine Vielzahl von Tänzern war arbeitslos und konnte sich von ihren geringen Einnahmen nicht ernähren. Die Tänzer, die ihre modernen Programme solistisch aufführen wollten, mussten ihre Aufführungen in jeder Hinsicht selbst organisieren und bezahlen. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern deckten in der Regel kaum die entstandenen Kosten.
Um der sozialen Notlage der meisten Tänzer abzuhelfen, mit dem Wunsch, diese auch gewerkschaftlich zu organisieren, arrangierte Rudolf von Laban 1927 in Magdeburg den Ersten Deutschen Tänzerkongress. Etwa dreihundert Tänzer kamen zu diesem Ereignis, dessen wichtigstes Ergebnis der ...
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Dass die Wissenschaft nicht mehr nach metaphysischem Sinn, sondern nach der Erfahrung der Zuschauer sucht, erscheint als Fortschritt. Wo der Abschied vom Werk des Tanzes, etwa durch rekonstruierbare Notationen und ihrer Interpretation nach dem Muster der Musikwissenschaft infrage gestellt wird, beginnt hier vielleicht eine neue Ära der «Wissenskultur»: als...
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dies sei ein Beweis für die mühelose Erhöhung des Renteneintrittsalters. Einer der Tänzer, Horst Dittmann sagt ja auch: «Ich musste neu beginnen, das habe ich getan.» Aber: «Bei einer gefälligen Inszenierung, die uns bloß noch mal im Rampenlicht glänzen lassen will, hätte ich niemals mitgemacht.» Mit seinen 63 Jahren ist er...
Meaning “of the heart“ in Arabic, “Amu” brings together 50 musicians, 7 singers, 10 dancers, a heart specialist and two very different responses to the theme – Wayne McGregor’s abstract choreography and Sir John Tavener’s dramatic classical music composition based on an Arabic love poem. The bold concept aimed to address the complex multi-functionality and...
