The Ice Theatre of New York

Sie treten an gegen «Holiday on Ice», gegen Olympiasieger und das Klischee der Eisprinzessin. Ohne Förderung und mitten in New York.

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David Liu hätte auch andersherum anfangen können. Der Co-Direktor des Ice Theatre of New York und dreifache Eiskunstlauf-Olympionike tanzte Anfang November auf der Eisbahn am Hudson River zwei Soli im neuen Programm seiner Kompanie, und er hat wohl ganz bewusst den feurigen Flamenco «Gitano» zuerst gezeigt. Da konnte der kleine athletische Mann so richtig zeigen, was er draufhat, in einem atemberaubenden Tempo übers Eis fegen, Sprünge von gewaltiger Höhe und artis-tischer Präzision absolvieren und seinem tänzerischen Temperament freien Lauf lassen.

Das zweite Stück, das von Twyla Tharp choreografierte «After All», verlangt hingegen Sammlung und Konzentration.

Für den Betrachter ist der «Gitano» hübsch, ein kurzweiliges Feuerwerk von Pirouetten zu klassischen andalusischen Klängen. Die Nummer bleibt deutlich im Bereich der Revue und ist somit nicht das, was das Ice Theatre eigentlich zu schaffen versucht. Die Philosophie der Truppe wird vielmehr durch ein älteres Stück verkörpert: «After All» von Twyla Tharp, die Befreiung des Eistanzens von jeglichem Effekt und seine Hinführung zu dem, was es unter den Augen von Punktrichtern nicht sein darf. «After All» ist Tanz, Cross-over oder ...

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Tanz Dezember 2007
Rubrik: Eistanz, Seite 18
von Sebastian Moll

Vergriffen
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