Trance in Malaysia
Nicht lang her, da wurde Malaysia ein Paradies. Ein ökonomisches, seit es so reich ist, dass der Gast aus Deutschland bedient wird mit dem Satz: «‘Tschuldige, dass wir Eure Arbeit wegnehmen.» Auch religiös lebt es sich hier angenehmer als anderswo. Auf dem schmalen Land zwischen Thailand und dem Zipfel Singapore regiert ein Islam, den sie «hadari» nennen. Flexibel. Offen.
Die verschleierte Muslimin neben der Christin, Tamilin, Bengalin, Chinesin bilden ein tropisch buntes Land, das wie viele asiatische Erfolgsmodelle einen Kompromiss aus Kapitalismus und bürokratischem Sozialismus erfand. Feiertage gibt es aus aller Welt: Chinesisches Neujahr, Ramadan und den wohl berühmtesten: Thaipusam, der tamilische Bußgang auf einen heiligen Berg, um Murugan, dem Gott zu huldigen, der einst die drei Dämonen Egoismus, Geiz und Lüsternheit besiegte. Junge Männer stecken sich hier, nicht in Indien, wo es verboten ist, Milchkännchen an Haken wie Christbaumschmuck in ihre Haut, lassen sich Speere durch Wange und Zunge bohren, und alle Welt schreit auf: Das muss doch wehtun, warum fließt kein Blut?
Das Wunder von Thaipusam, das jährlich wiederkehrt in Kuala Lumpur, Itoh, Melaka, in George Town auf ...
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Sankai Juku sehen und sich kratzen. Der Anblick weiß bemalter Körper, deren Tünche langsam abblättert, kann extreme Reaktionen hervorrufen. Eine Zuschauerin ging nach der Aufführung von «Toki – ein Augenblick in verschlungenen Zeiten» nach Hause und rieb sich stundenlang die Haut am ganzen Körper. Eventuell auch, um besser zu ergründen, was sie auf der Bühne...
One dances on birthdays, at weddings, on the streets, in living rooms, on the stage, behind the scenes. To communicate joy, sorrow, as ritual and borderline experience. Dance is a universal language: emissary for a peaceful world, for equality, tolerance and compassion. Dance teaches us sensibility, consciousness and to pay attention to the moment. Dance is the...
Antoine-François Prévost d’Exiles’ Roman «Histoire du chevalier Des Grieux et de Manon Lescaut», 1731 erschienen, erzählt eine ziemlich komplizierte Geschichte, die aus dem Paris jener Zeit – durch Klöster und Spielsalons, Liebesnester und Gefängnisse – bis in die neue Welt, nach New Orleans, hinüberspielt. Immer wieder verrät die schöne, flatterhafte Manon den...
