Leinen los für Wissenschaft und Forschung
Angesichts einiger landesweiter Demonstrationen und Proteste wird momentan ein Trend deutlich, der sich schon seit Langem vor allem im Internet beobachten lässt: Menschen zweifeln vehement Erkenntnisse empirischer Forschung und fundierter Wissenschaft an. War es jetzt hauptsächlich die Virologie, die auch kritisiert und missverstanden wurde, stand in den Jahren zuvor zumeist die Klimaforschung im Mittelpunkt einer nicht immer sachkundigen Debatte.
Einerseits waren die Innenstädte deutscher Großstädte mit den „Friday for Future“-Protesten Schauplätze der größten Umweltdemonstrationen seit der Anti-Atomkraft-Bewegung, andererseits gab es gesellschaftliche Gruppen und Strömungen, die diese Demonstrationen ablehnten und deren Gegenstand, nämlich den Mensch-gemachten Klimawandel, in Zweifel zogen.
Weshalb besteht ein solcher Zweifel an einem Phänomen, das von einer erdrückenden Mehrheit der Fachwelt seit Jahren als erwiesen betrachtet wird? Es scheint zumindest einen Teil der Bevölkerung zu geben, dem der Einblick in den Prozess der Erkenntnisfindung der Wissenschaft verschlossen bleibt. An diesem Punkt sollte die Wissenschaftskommunikation ansetzen und aktiv versuchen, eine möglichst ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 5 2020
Rubrik: Thema: Beruf & Bildung, Seite 68
von Lucas Abel und Meline Zado
Vom Berg aufs Dach
Die Dresdner Sinfoniker machten das Plattenbauviertel Prohlis im Osten der sächsischen Landeshauptstadt im September zum Konzerthaus unter freiem Himmel und spielten auf den Hochhausdächern, mit Gurten gesichert. „Wir haben 16 Industriekletterer, die
sie und ihre Instrumente sichern“, sagte Intendant Markus Rindt der Deutschen Presse-Agentur....
Wir wollen den Versuch unternehmen, die Entwicklung eines zutiefst britischen Phänomens nachzuzeichnen. Das „open stage drama theatre“, die offene Theaterbühne, hat sich in Großbritannien zwischen 1970 und 1980 herausgebildet, seither kontinuierlich weiterentwickelt und Eingang auch in die Theaterpraxis in anderen Teilen der Welt gefunden. Es handelt sich um einen...
Vor allem für große Orchester sind die coronabedingten Auflagen ein Problem: Mindestabstände einhalten und in voller Besetzung spielen – meist kaum möglich. Aber in den Umgang mit den Einschränkungen kommt auch etwas Bewegung: In München läuft in der Bayerischen Staatsoper ein Probebetrieb mit einer Obergrenze von 500 statt 200 Besuchern. Diese Vereinbarung wurde...
