Szenografie im Schlachthof
Die 15. Edition der Prager Quadriennale fand auf dem Pražská Tržnice, dem alten Schlachthof, statt. Elf Tage lang konnten Zehntausende von Besucher:innen mehr als zweitausend Künstler:innen kennenlernen, die Prag mit der Kunst der Szenografie und der Performance bereicherten. Die Aufführungen und das für alle kostenlos zugängliche Programm zogen Zehntausende Menschen an.
Das Thema der diesjährigen PQ lautete „RARE“ und meinte damit: „Kunst, die aus Ideen, Materialien, künstlerischen Ansätzen und Designpraktiken entsteht, die sich mit der menschlichen Ebene innerhalb einer Umgebung verbinden, mit ihrem Genius loci und ihrem einzigartigen Charakter“. RARE kann als Synonym für mehrere Dinge stehen – „blutig“, „selten“, „wahnsinnig“ und „roh“ sind nur einige davon. Der Begriff passt gut zu dem Veranstaltungsort, dem ehemaligen industriellen Schlachthof im Bezirk Holešovice. Dessen Bau zum Zentralschlachthof der Stadt mit über 30 Gebäuden am Ufer der Moldau begann im Aufschwung der Industrialisierung 1893. Um die Hygienestandards zu heben und die Fleischproduktion auf industrielle Maße auszubauen, wurde der Schlachthof aus dem Zentrum ausgelagert sowie ein eigener Bahnhof für die ...
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BTR 4 2023
Rubrik: Messen, Ausstellungen, Kongress, Seite 64
von Hanna Gudenau, Bri Newesely und Justina Plöger
Die berührendste Szene spielt sich zum Schluss der Pressekonferenz auf der Probebühne des Berliner Ensembles ab, als Adam Ganz auf die Bühne tritt, um sich von den Journalisten fotografieren zu lassen – mit dem einzigen physischen Objekt, das das Bühnenbild zu seinem Stück „Felix’s Room“ enthält: eine Barock-Kommode, die seinem Urgroßvater Felix Ganz gehörte. Und...
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