Szenografie im Schlachthof

Vom 8. bis zum 18. Juni 2023 fand die Prager Quadriennale unter anderem in einem ehemaligen Schlachthof statt – ohne deutsche Beteiligung im Hauptausstellungsteil der Länder und Regionen. Das sah beim „PQ-Studio: (UN)Common Design Project 2023 RARE“ anders aus, das internationale Performances aufstrebender Künstler und Studierender hervorhebt: Als eine von 13 Arbeiten wurde ein Bühnenbild-Modell der Berliner Hochschule für Technik ausgewählt. Die Studentinnen und ihre Dozentin berichten

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Die 15. Edition der Prager Quadriennale fand auf dem Pražská Tržnice, dem alten Schlachthof, statt. Elf Tage lang konnten Zehntausende von Besucher:innen mehr als zweitausend Künstler:innen kennenlernen, die Prag mit der Kunst der Szenografie und der Performance bereicherten. Die Aufführungen und das für alle kostenlos zugängliche Programm zogen Zehntausende Menschen an.

Das Thema der diesjährigen PQ lautete „RARE“ und meinte damit: „Kunst, die aus Ideen, Materialien, künstlerischen Ansätzen und Designpraktiken entsteht, die sich mit der menschlichen Ebene innerhalb einer Umgebung verbinden, mit ihrem Genius loci und ihrem einzigartigen Charakter“. RARE kann als Synonym für mehrere Dinge stehen – „blutig“, „selten“, „wahnsinnig“ und „roh“ sind nur einige davon. Der Begriff passt gut zu dem Veranstaltungsort, dem ehemaligen industriellen Schlachthof im Bezirk Holešovice. Dessen Bau zum Zentralschlachthof der Stadt mit über 30 Gebäuden am Ufer der Moldau begann im Aufschwung der Industrialisierung 1893. Um die Hygienestandards zu heben und die Fleischproduktion auf industrielle Maße auszubauen, wurde der Schlachthof aus dem Zentrum ausgelagert sowie ein eigener Bahnhof für die ...

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BTR 4 2023
Rubrik: Messen, Ausstellungen, Kongress, Seite 64
von Hanna Gudenau, Bri Newesely und Justina Plöger

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