Neuer Standard in der Livebeschallung?
Die Vorzüge immersiven Sounddesigns liegen klar auf der Hand: Grundsätzlich hören wir im Alltag immersiv. Dies bedeutet, dass natürliche Töne uns in der Regel umhüllen, von allen Seiten, von oben und unten auf uns einwirken. Im Gegensatz dazu zwingt die klassische Stereobeschallung mit lediglich zwei Tonquellen den Hörenden zu einer sehr eingeschränkten Wahrnehmung des Sounds. Noch dazu sitzt man selten im Sweetspot, also außerhalb des klassischen Stereodreiecks, und hört dann tatsächlich fast nur noch mono.
Ein immersives Beschallungskonzept ermöglicht hingegen mitunter eine viel natürlichere Wahrnehmung der Klangereignisse und führt somit auch zu einem deutlich homogeneren Klangerlebnis. Hier strebt man an, dass die Hörenden inmitten des Tons sitzen, dass sie von Sound umhüllt werden.
Kreativer Ansatz oder natürliches Hörerlebnis?
Die erweiterten kreativen Möglichkeiten der Klanggestaltung bei einem immersiven Beschallungsdesign schließen die natürlichen Hörgewohnheiten nicht aus. An dieser Stelle muss man ein relativ klares Bild des zu erzielenden Ergebnisses haben. Selbstverständlich können wir zwischen reinen „Kunstdesigns“ und einer klassischen szenischen Darbietung ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR 2 2023
Rubrik: Licht, Ton, Produktionen, Seite 34
von Tobias Berlet
BTR: Was für eine Tätigkeit üben Sie am Brandenburger Theater aus und wie lange arbeiten Sie schon am Haus?
Anke Schwalm-Bölsche: Seit 2003 arbeite ich hier als Inspizientin und Notenbibliothekarin, von 1986 bis 1988 sowie von 1993 bis 1999 habe ich als Chorsängerin gearbeitet.
Sören Stanchera: Ich bin hier als Tontechniker beschäftigt. Zu unseren Aufgaben in der...
Das Residenztheater (Bayerisches Staatsschauspiel) ist eines der traditionsreichsten und mit einem Ensemble von über 50 Schauspieler:innen und mehr als 450 Mitarbeiter:innen größten Sprechtheater im deutschsprachigen Raum. Seine Historie beginnt im 18. Jahrhundert als Kurfürstliches Hof- und Nationaltheater. Bespielt werden drei Spielstätten: das Residenztheater,...
Theater unterwegs
Anfang November wurde die Bühne im Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz wegen einer Fehlauslösung an der Brandmeldeanlage geflutet. Noch ist das Haus nicht wieder bespielbar, das Ensemble muss diverse Ersatzspielorte nutzen, u. a. das ehemalige Kaufhaus der Stadt, ein Jugendstilbau. Inzwischen hat die Produktion für ein besonderes Großprojekt, auch...
