Fragmente und Gedanken in einer besonderen Zeit
Die Gedanken von Wesko Rohde, DTHG-Vorstandsvorsitzender, und von Mitarbeitern aus den technischen Abteilungen lassen sich als Abbild einer besonderen Zeit lesen – in die sich trotz aller Unsicherheit vorsichtiger Optimismus mischt.
Kultur ist lebenswichtig, nicht systemrelevant. Sie wurde zuerst in den Schlaf gelegt und wacht zuletzt auf. Das war uns klar, als die Theater ins Koma versetzt worden sind. Es war eine richtige Entscheidung. Daran besteht kein Zweifel.
Menschen haben in besonderen Zeiten immer schon Chroniken der Ereignisse angelegt oder auch nur ein Tagebuch für die eigene Rückblende verfasst, um eines Tages die Zeiten Revue passieren zu lassen, die sie bewegt haben, ganz persönlich. Zu Beginn der Pandemie kam mir der Gedanke, einige Schlaglichter, Stimmungen und persönliche Gedanken einzufangen.
Montag, 20. 04. 2020
Man hat Sisyphos den Stein weggenommen und er rennt den Berg weiter hoch und runter, wie er es gewohnt ist. So kommt es mir gelegentlich vor bei den hitzig geführten Diskussionen zur schnellen Wiedereinrichtung des vergangenen Status quo. Dabei meine ich nicht nur Veranstaltungen.
Nun sollte man mich auf keinen Fall falsch verstehen: Ich möchte ...
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BTR Ausgabe 3 2020
Rubrik: Foyer, Seite 4
von Wesko Rohde
Virtuelle anstatt realer Museumsbesuche – fast schon haben wir uns daran gewöhnt nach der plötzlichen Schließung aller Kultureinrichtungen Mitte März aufgrund der Corona-Pandemie. Das analoge Kulturangebot vor Ort fiel abrupt weg, Reisen in andere Städte wurden verboten, und wir sahen uns zur Kunstbetrachtung in die digitale Museumswelt gezwungen. Was natürlich ob...
BTR: Mr Oberender, you seem to be busy, despite the enforced break. How are you coping with the lockdown?
Thomas Oberender: We are a festival theatre, with a different system than a repertoire theatre, and any events of ours that get cancelled, whether exhibitions or festivals, have at least a year’s preparation behind them. And that certainly makes things...
Die Premiere von „remains“ war am 12. März im radialsystem in Berlin (BTR 02 | 2020), es war die letzte Vorstellung vor dem Lockdown. Im Gespräch nach der Aufführung im bereits vereinsamten Sitz des Sasha-Waltz-Ensembles in der Sophienstraße in Berlin-Mitte erzählt Schneider, wie er Licht, Ton und Video nutzt, um existenzielle Fragen dem Publikum nahezubringen.
B...
