Fragmente und Gedanken in einer besonderen Zeit

Von hundert auf null: Der mehrwöchige Lockdown traf auch die Kultur- und Theaterwelt unvermittelt. Seit Ende Mai werden in allen Bundesländern die strikten Maßnahmen allmählich gelockert. Auch das Leben in den Kulturbetrieben nimmt langsam ­wieder Fahrt auf – allerdings mit strengen Regeln. An einigen Häusern finden jetzt, Anfang Juni, erste kleinformatige Open-Air-, Tanz- und Konzertaufführungen statt.

Die Gedanken von Wesko Rohde, DTHG-Vorstandsvorsitzender, und von Mitarbeitern aus den technischen Abteilungen lassen sich als Abbild einer besonderen Zeit lesen – in die sich trotz aller Unsicherheit vorsichtiger Optimismus mischt.

 

Kultur ist lebenswichtig, nicht systemrelevant. Sie wurde zuerst in den Schlaf gelegt und wacht zuletzt auf. Das war uns klar, als die Theater ins Koma versetzt worden sind. Es war eine richtige Entscheidung. Daran besteht kein Zweifel.

Menschen haben in besonderen Zeiten immer schon Chroniken der Ereignisse angelegt oder auch nur ein Tagebuch für die eigene Rückblende verfasst, um eines Tages die Zeiten Revue passieren zu lassen, die sie bewegt haben, ganz persönlich. Zu Beginn der Pandemie kam mir der Gedanke, einige Schlaglichter, Stimmungen und persönliche Gedanken einzufangen.

 

Montag, 20. 04. 2020

 

Man hat Sisyphos den Stein weggenommen und er rennt den Berg weiter hoch und runter, wie er es gewohnt ist. So kommt es mir gelegentlich vor bei den hitzig geführten Diskussionen zur schnellen Wiedereinrichtung des vergangenen Status quo. Dabei meine ich nicht nur Veranstaltungen. 

 

Nun sollte man mich auf keinen Fall falsch verstehen: Ich möchte ...

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BTR Ausgabe 3 2020
Rubrik: Foyer, Seite 4
von Wesko Rohde