Entkommen in eine bessere Welt
Abgesagte Messen leeren die Hotels in Nürnberg, Drogerien sind voller als üblich, die Corona-Pandemie nähert sich. Dennoch ist der Saal der Oper Nürnberg an diesem Abend bis auf den letzten Platz besetzt. Das zweiteilige Ballett „Strawinsky“ – in dem „Sacre“ auf „Petruschka“ folgt – war am 6. März die letzte Tanzaufführung für lange Zeit in der Oper, das ist wenige Tage später klar. Bildgewaltig schwebt in „Sacre“ ein überdimensionaler Lichtring, dessen Symbolik rückblickend eine besondere Note bekommt.
Ein mächtiger, dunkler, die Bühne ausfüllender Ring senkt sich über die Tänzerinnen und Tänzer in „Sacre“, dem zweiten Teil des Ballettabends „Strawinsky“ an der Oper Nürnberg. Seine schwarzen Konturen verschwinden im sonst leeren Bühnenraum. Ein Blickfang ist daher in seinem Inneren ein Band aus Licht, das hell strahlt, an seiner Unterseite bewegt sich ein Kreis aus Moving-Lights. Im Laufe des Stücks hebt und senkt sich der Ring in ganz verschiedene Höhen – hoch über die Tanzenden oder knapp über den Tanzboden. Auch in die Vertikale, in verschiedene Richtungen kippt die überdimensionale Konstruktion, hängt schwer und schräg wie ein Kranz über den Köpfen der Menschen. Er wirkt ...
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BTR Ausgabe 2 2020
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 44
von Iris Abel
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Die neue Podienanlage von SBS Bühnentechnik für den Großen Saal im Gewandhaus Leipzig.
Bereits im Jahr 1980 installierte die heutige SBS Bühnentechnik GmbH die Podienanlage im Leipziger Gewandhaus. Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung erhielt das Unternehmen im Oktober 2018 den Auftrag zu deren Sanierung in zwei Bauabschnitten. Die Neuaufteilung der...
