Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
im vergangenen Editorial der BTR haben wir Ihnen ein neues Layout vorgestellt und Sie nach Ihrer
Meinung gefragt. Mit etwas Stolz und mit viel Neugier. Da war das Corona-Virus schon in der Welt,
aber noch nicht wirklich in unserer angekommen.
Wir hätten damals – und das „damals“ ist gerade einmal zwei Monate her – nie gedacht, dass unsere Städte und Länder den Shutdown erleben, dass Theater schließen, Opern nicht mehr spielen, Tänzer nicht mehr tanzen; jedenfalls nicht mehr öffentlich auf der Bühne, sondern bestenfalls im Streaming.
Menschenleben stehen „zur Disposition“, wenn nicht mehr allen gleichermaßen geholfen werden kann. Wie es in unseren Krankenhäusern und auf unseren Straßen, in unserem Gemüt und in unseren Köpfen aussehen wird nach Ostern, wenn dieses Heft Sie – hoffentlich gesund – erreicht, das kann jetzt
niemand wissen. Erleben wir die Erschütterung der Grundfesten unserer Gesellschaft und damit auch
des Kulturlebens – oder demnächst eine Renaissance der Zivilgesellschaft und der Künste?
Diese Ausgabe wurde in „Zeiten der Unschuld“ konzipiert. Sie ist also noch voll von Berichten aus einer Welt der Theater und der ...
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BTR Ausgabe 2 2020
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Michael Merschmeier
Berufe und Arbeitswelten rund um Theater, Oper und Konzerte
Auf und hinter der Bühne, in den Werkstätten und in Planungsbüros – erst die Menschen in vielen verschiedenen Berufen machen die Theater- und Veranstaltungsbranche zu dem, was sie ist. Mit Fachwissen, Erfahrungen und Ideenreichtum arbeiten sie zusammen, um Kunst und Technik auf der Bühne zu vereinen.
U...
Die Uraufführung des Stücks „remains“ („was bleibt“) durfte am 12. März vor der Corona-bedingten
Schließung in dem Kultur- und Veranstaltungszentrum radialsystem in Berlin noch einmal gezeigt werden. Der Multimedia-Künstler Andrew Schneider erarbeitete mit Tänzern des Ensembles von Sasha Waltz & Guests eine Performance mit melancholischen, traurigen und lustigen...
Das Gebäude der Staatsoper in Prag wurde am 5. Januar nach einer dreijährigen Generalsanierung wiedereröffnet – exakt 132 Jahre nach der feierlichen Ersteröffnung als Neues Deutsches Theater. Während der Sanierung konzentrierte man sich auf die Baukonstruktion – sämtliche Innenräume und Exterieurs wurden renoviert und zum Großteil in den originalen Zustand...
