„Der Mensch ist, was er macht“
In Berlin-Mitte gab es ab 1888 den ersten Standort der AEG, ein Fabrikbau, der trotz Konkurs des Elektrokonzerns 1982 bestehen bleiben sollte. Seither werden die Räumlichkeiten unter anderem von Instituten der Technischen Universität (TU) Berlin genutzt – so auch vom Masterstudiengang „Bühnenbild_Szenischer Raum“, der sich seit seiner inhaltlichen Neuprofilierung in der vierten Etage und damit über den Dächern der Stadt befindet.
Mehrere lichte Höfe und etliche Stufen hinauf muss man auf sich nehmen – dabei scheint der Ort nichts an seiner historischen Produktivkraft eingebüßt zu haben, atmosphärisch ist der Werkraum, sein schöpferisches und gestalterisches Potenzial schon in der Dunkelheit des Flures spürbar.
Es wird hell, eine Tür geht auf, verrät den lichtdurchfluteten Raum dahinter. „Über 1000 Quadratmeter stehen uns hier oben zur Verfügung“, sagt Franziska Ritter, die am Studiengang „Szenografie“ unterrichtet, mit einem Lächeln, das um das Glück solcher Arbeitsflächen weiß. Sie selbst nennt es einen „Luxus“, dass die 16 bis 18 Studierenden pro Jahrgang in eigenen Ateliers Räume entwerfen, dazugehörige Dramaturgien und „Partituren“ entwickeln, kurzum szenografisch arbeiten ...
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BTR Ausgabe 4 2019
Rubrik: Thema: Porträt, Seite 86
von Charlotte Wegen
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